AFPI-Vertreterin bezeichnet Kinder als low‑hanging fruit im Kampf gegen geschlechtsangleichende Medizin
Bei einer AFPI‑Veranstaltung in Washington sagte eine Leiterin der Familienpolitik, Einschränkungen für Minderjährige dienten als Einstieg in eine breiter angelegte Kampagne gegen geschlechtsangleichende Versorgung.
Nach Angaben einer Veranstaltung des America First Policy Institute (AFPI) in Washington trat das Thinktank offen mit einer Strategie an die Öffentlichkeit, die Minderjährige als ersten Schwerpunkt in einer umfassenderen Initiative gegen geschlechtsangleichende medizinische Versorgung benennt. Jennifer Bauwens, die beim AFPI die Forschung und Politik zu Familienfragen leitet, sagte demnach, man setze politisch zunächst auf jene Maßnahmen, die sich schneller durchsetzen ließen, um darauf aufbauend zielgerichtet weiter vorzugehen.
Zugleich betonte ein Sprecher des Instituts in einer Stellungnahme die Orientierung an einem Gesundheitsmodell, das zuerst keinen Schaden anrichtet und sich an Forschungsergebnissen ausrichte. Nach dieser Darstellung stehe der Schutz von Kindern im Vordergrund, weil sie besonders verletzlich seien und nach Auffassung des Instituts nicht in der Lage, informierte Zustimmung zu dauerhaften, potentiell sterilisierten Eingriffen zu geben.
Im Mittelpunkt der Debatte steht auch die politische Schlagkraft des AFPI. Das Institut weist darauf hin, dass im zweiten Präsidentschaftszeitraum mindestens 73 Mitarbeiter innerhalb der Administration tätig seien, darunter mehrere auf Kabinettsniveau, und dass mehr als 90 Prozent seiner Agenda zumindest teilweise umgesetzt worden seien. Diese Verknüpfungen erklären, warum die Positionen des Thinktanks unmittelbaren Einfluss auf politische Maßnahmen haben können.
Daneben haben bundesstaatliche Gesetzgeber und die Bundesregierung bereits mehrere Maßnahmen verabschiedet, die den Zugang zu medizinischen Transitionen für Minderjährige einschränken. In Folge früherer Schritte der Administration wurden Exekutivanordnungen erlassen, die den Zugang zu Gesundheitsleistungen, schulischen Regelungen und offiziellen Dokumenten betrafen; Beschränkungen richteten sich bislang vor allem gegen Minderjährige und einige inhaftierte Erwachsene.