Analyse: Regierungsmassnahmen reichen nicht — Militärische Entwicklung entscheidend für Ölpreise
CNBC‑Analyse: Freigaben aus strategischen Reserven und andere Maßnahmen dämpfen Preisdruck nicht ausreichend; ein militärischer Durchbruch dürfte nötig sein.
Eine CNBC‑Analyse stellt fest, dass die bisherigen Maßnahmen der US‑Regierung, darunter koordinierte Freigaben aus strategischen Reserven, offenbar nicht genügen, um die durch die Iran‑Krise ausgelöste Ölpreisrally zu stoppen.
Geplante Freigaben aus weltweiten strategischen Reserven sollen rund 400 Millionen Barrel umfassen; der US‑Anteil entspricht nach Planung etwa 1,4 Millionen Barrel pro Tag über rund vier Monate. Analystenschätzungen gehen davon aus, dass solche Reserven nur einen Teil des geschätzten Angebotsausfalls von etwa 8 Millionen Barrel pro Tag ausgleichen können.
Neben Reserven nennt die Analyse weitere Maßnahmen der Regierung, etwa Erleichterungen bei Sanktionen gegen russisches Öl und staatliche Hilfe für Schiffsversicherungslösungen. Trotz dieser Schritte stiegen die Preise weiter; zwischen Mitte Februar und Mitte März wurde ein deutlicher Anstieg an den Tankstellen registriert.
Die Analyse kommt zu dem Schluss, dass zur nachhaltigen Entspannung der Lage ein Ende der militärischen Störung der Versorgung oder ein militärischer Durchbruch erforderlich wäre; ein klarer Zeitrahmen dafür ist nicht benannt.