Angreifer eröffnet Feuer in Kiew: Mindestens sechs Tote, Schütze getötet
In Kiews Holosiivskyi-Bezirk eröffnete ein Bewaffneter das Feuer; Spezialeinheiten stürmten später einen Supermarkt, töteten den Täter und befreiten mehrere Geiseln. Mehrere Menschen wurden getötet und verletzt, darunter ein Kind.
- Bürgermeister Klitschko spricht von sechs Toten
- Innenminister Klymenko meldet Eliminierung des Schützen nach gescheiterten Verhandlungen.
Nach Angaben der städtischen Behörden eröffnete am Samstag ein Bewaffneter in der Holosiivskyi-Region von Kiew das Feuer auf Zivilisten. Mindestens sechs Menschen kamen dabei ums Leben, zehn wurden verletzt, darunter ein Kind, das vor Ort medizinisch versorgt und anschließend in ein Krankenhaus gebracht wurde. Rettungskräfte kümmerten sich um die Verwundeten, während erste Notfallmaßnahmen am Einsatzort durchgeführt wurden.
Im Mittelpunkt der Reaktionen stand der Bürgermeister der Hauptstadt, Vitali Klitschko, der bestätigte, dass eine junge Frau später im Krankenhaus an ihren Verletzungen starb und die Zahl der Toten damit auf mindestens sechs anstieg. Zugleich berichtete er, dass verletzte Erwachsene medizinisch untersucht und versorgt würden. Nach Angaben der Behörden hatten mehrere Menschen während des Vorfalls als Geiseln festgesessen.
Nach dem Schritt der polizeilichen Einsatzkräfte stürmten Spezialkräfte ein Geschäft, in dem sich der Schütze verschanzt hatte. Innenminister Ihor Klymenko erklärte, Verhandlungsversuche mit einem Kriseninterventionsverhandler seien ergebnislos geblieben; der Angreifer sei bei Widerstand gegen seine Festnahme getötet worden. Gleichzeitig teilten die Behörden mit, dass vier Geiseln befreit werden konnten.
Zugleich schrieb Präsident Wolodymyr Zelenskyj, die Umstände des Vorfalls würden geklärt; er nannte anfänglich fünf Bestätigte Tote und sprach den Angehörigen sein Beileid aus. Später erhöhten städtische Stellen die Opferzahl auf sechs. Insgesamt seien zehn Menschen hospitalisiert worden und erhielten die nötige medizinische Hilfe.
Die Generalstaatsanwaltschaft identifizierte den mutmaßlichen Schützen als 58-jährigen, in Moskau geborenen Mann. Medienberichten zufolge hatte er die ukrainische Staatsbürgerschaft erworben und zuvor in Bakhmut in der Oblast Donezk gelebt, bevor er in den Holosiivskyi-Bezirk von Kiew zog. Zu einem möglichen Motiv machten die Behörden bislang keine Angaben.
Die Ermittlungen dauern an. Unterdessen verstärkten Sicherheitskräfte ihre Präsenz in dem betroffenen Viertel; vorrangig konzentrieren sich die Behörden auf die Rekonstruktion des Tatablaufs, die Identifizierung der Opfer und die Aufklärung der näheren Hintergründe sowie auf die fortlaufende medizinische Versorgung der Verletzten.