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Artemis‑II‑Crew betont Hoffnung und Einheit bei erstem Post‑Moon‑Briefing

Vier Astronauten schildern im ersten NASA‑Pressegespräch seit der Rückkehr emotionale Eindrücke, internationale Wirkung und technische Stärken der Mission.

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Titelbild: Artemis‑II‑Crew betont Hoffnung und Einheit bei erstem Post‑Moon‑Briefing
Die Besatzung sagt, die Mission habe Grenzen überschritten und weltweit Verbundenheit ausgelöst.

Nach Angaben der vier Mitglieder der Artemis‑II‑Crew vermittelte die Mission der Welt ein Gefühl von Hoffnung und Einheit. Bei ihrem ersten Presseauftritt am Johnson Space Center in Houston beschrieben Reid Wiseman, Victor Glover, Christina Koch und Jeremy Hansen die Rückkehr als tief persönlich und zugleich als Ereignis mit globaler Resonanz. Sie betonten, dass die Erfahrung sie enger verbunden habe und ihnen die Breite der öffentlichen Reaktion deutlich geworden sei.

Zugleich hoben die Astronauten hervor, dass die Mission mehr war als ein technischer Erfolg. Artemis II führte die Besatzung weiter von der Erde weg als frühere Menschenflüge und umkreiste die Rückseite des Mondes in etwas mehr als neun Tagen; die Reise habe bei ihnen Lachen, Freude und auch Tränen ausgelöst und ein Gefühl der Zugehörigkeit gefördert, das nationale Grenzen überschreitet. Glover sagte, das Team wolle die Leistung als gemeinschaftlichen Erfolg von Ländern und Menschheit reflektieren und dieses Teilen mit der Welt zurückgeben.

Daneben würdigten die Crewmitglieder die eingesetzten Systeme und deren symbolische Bedeutung. Sie lobten die Orion‑Kapsel Integrity und das Space Launch System als Beispiele dafür, was internationale Partnerschaften leisten können, und dankten allen, die am Bau und Betrieb beteiligt waren. Gleichzeitig nannten sie auch technische Schwachstellen offen: Ein wiederkehrendes Problem war ein verstopfter Hauptentlüftungskanal der Bordtoilette, während die Astronauten der Orion‑Kapsel insgesamt einen sehr positiven Eindruck bescheinigten.

Unterdessen stellten die Raumfahrer persönliche Meilensteine in einen globalen Kontext. Victor Glover wurde als erster Schwarzer Astronaut genannt, der in den Tiefenraum vorgedrungen ist; Christina Koch als erste Frau und Jeremy Hansen als erster Kanadier auf einer solchen Mission. Koch erzählte, wie die Reaktion ihres Ehemanns sie tief bewegte und ihr erst bewusst machte, welche Wirkung die Mission entfaltet hatte; dieses Feedback habe sie zu Tränen gerührt.

Im Mittelpunkt standen auch Momente, die sich jeder rein rationalen Einordnung entzögen. Wiseman schilderte die überwältigenden Empfindungen bei einer Sonnenfinsternis über dem Mond und suchte auf dem Bergungsschiff Trost beim Chaplain. Hansen sagte, der Blick auf Erde und Weltraum habe seinen Glauben an das Gute in den Menschen bestärkt und ihm neue Hoffnung gegeben. Insgesamt zogen die Astronauten die Schlussfolgerung, dass die Landung auf dem Mond nicht länger als unerreichbares Ziel erscheine, sondern als eine erreichbare, gemeinsame Leistung der Menschheit.