Artemis‑II-Crew: Erste Pressekonferenz nach Rückkehr betont Hoffnung und Einheit
Vier Astronauten schildern persönliche Eindrücke, betonen internationale Zusammenarbeit und die Leistung des Orion‑Raumschiffs
Nach Angaben der Crew von Artemis II zeichneten die vier Astronauten in ihrer ersten Pressekonferenz seit der Rückkehr ein eindrückliches Bild von den Folgen ihrer Reise für sie persönlich und für ein globales Publikum. Reid Wiseman, Victor Glover, Christina Koch und Jeremy Hansen beschrieben die Umrundung der Rückseite des Mondes als Erfahrung, die dem Einsatz sowohl eine intime als auch eine weltumspannende Dimension verlieh.
Im Mittelpunkt standen neben den emotionalen Eindrücken auch technische Errungenschaften. Die Besatzung lobte die Orion‑Kapsel Integrity und das Space Launch System als sichtbare Resultate internationaler Zusammenarbeit und als zentrale Grundlage des Erfolgs. Wiseman richtete seinen Dank ausdrücklich an alle, die an dem Fahrzeug mitgewirkt hatten, und unterstrich die Bedeutung dieser Systeme für den Missionsverlauf.
Zugleich berichteten die Astronauten von Momenten, die sich jeder rein rationalen Beschreibung entziehen. Wiseman schilderte, wie ihn der Anblick der Sonne, die hinter dem Mond verschwand, überwältigte; auf dem Bergungsschiff suchte er deshalb den Schiffsgeistlichen auf, um das Erlebte zu verarbeiten. Koch erzählte, wie ihr die Reaktionen aus ihrem Umfeld vor Augen führten, welche Wirkung die Mission weltweit gehabt habe, und dass sie davon zu Tränen bewegt worden sei.
Daneben machten die Crewmitglieder deutlich, wie sehr die gemeinsame Erfahrung sie zusammengeschweißt habe. Was als Freundschaft begonnen habe, sei durch das intensive gemeinsame Erleben zu einer engeren Verbundenheit geworden. Glover sprach davon, dass die Mission ein Gefühl des gemeinsamen Tuns über Grenzen hinweg hervorgerufen habe; Hansen sagte, die Rückkehr habe seinen Glauben an das Gute in den Menschen bestärkt.
Nach dem Schritt räumten die Astronauten auch kleinere technische Probleme ein. So kam es an Bord zu einer Verstopfung in der primären Belüftungsleitung der Toilette, die aber die Gesamtbilanz der Mission nicht trübte. Insgesamt dominierten Dankbarkeit und Anerkennung: Die Crew äußerte Wertschätzung für die weltweite Anteilnahme sowie für die Unterstützung, die ihnen während des Flugs entgegengebracht worden war.