Blizzardwarnungen für New York: Küstensturm soll Ostküste am Sonntag treffen
Der National Weather Service hat Blizzardwarnungen für New York City und umliegende Regionen ausgegeben, weil ein Nor’easter ab Sonntag kräftigen Schnee und Sturm bringen soll.
- Der National Weather Service hat Blizzardwarnungen für New York City, Long Island und Teile von New Jersey und Connecticut veröffentlicht.
- In den Warngebieten werden etwa 30 bis 60 Zentimeter Schnee sowie starke Böen erwartet, was Sichtweiten stark reduzieren kann.
- Der stärkste Abschnitt wird für Sonntag bis Montag erwartet, mit Risiko für gefährliche oder unmögliche Reisen.
- Flughäfen, Bahn- und Straßenverkehr könnten durch hohe Schneeraten und Verwehungen massiv beeinträchtigt werden.
- Zusätzlich werden Stromausfälle und lokal auch Küstenüberflutungen als mögliche Begleitfolgen genannt.
Ein kräftiger Küstensturm steuert auf die US-Ostküste zu und hat am Samstag erste großflächige Warnungen ausgelöst. Der National Weather Service (NWS) gab Blizzardwarnungen für New York City, Long Island sowie Teile von New Jersey und Connecticut heraus. Die Warnungen gelten – je nach Region – ab Sonntag und reichen teils bis in den Montag, wenn sich das Sturmsystem entlang der Küste organisiert und nordwärts zieht.
Für den Ballungsraum New York rechnen Meteorologen mit erheblichen Schneemengen. In mehreren NWS-Hinweisen ist von etwa 30 bis 60 Zentimetern Schnee als Größenordnung die Rede; lokal können die Summen je nach Zugbahn des Tiefs darüber oder darunter liegen. Entscheidend für die Blizzardkriterien ist dabei nicht nur der Schnee, sondern die Kombination aus starkem Wind und Sichtweiten unter rund 400 Metern über mehrere Stunden. In Küstennähe werden Böen erwartet, die Schneeverwehungen verstärken und die Sicht auf Straßen und an Flughäfen kurzfristig auf nahezu null drücken können.
Behörden und Betreiber bereiten sich auf Störungen im Reiseverkehr vor. Bei starkem Schneefall und Wind sind Einschränkungen im Flugverkehr an den großen Flughäfen der Region möglich, ebenso Verzögerungen auf Bahn- und Fernstraßenverbindungen. Besonders kritisch sind Phasen mit hoher Schneefallrate, wenn Räumfahrzeuge mit dem Nachschieben kaum nachkommen. Der NWS warnt zudem vor der Gefahr von Stromausfällen, wenn nasser Schnee und Windlast auf Leitungen und Bäume treffen.
Auch weiter südlich entlang der I-95-Korridorregion wird das System beobachtet. Je nach Temperaturprofil kann der Niederschlag zunächst als Regen oder Schneeregen beginnen und später in Schnee übergehen, was Straßenverhältnisse innerhalb kurzer Zeit verschlechtern kann. Neben dem Schneefall spielt an der Küste die Sturmflutkomponente eine Rolle: Auflandiger Wind kann Wasserstände anheben und in anfälligen Bereichen Überflutungen verursachen – insbesondere bei ungünstig liegenden Tiden.
Der genaue Schwerpunkt des Sturms hängt von der Entwicklung des Tiefkerns vor der Küste ab. Kleine Verschiebungen der Zugbahn entscheiden, ob die größten Schneemengen direkt die Metropolregion treffen oder weiter östlich über dem Atlantik bleiben. Der NWS betont, dass die Warnlage dynamisch ist und sich Prognosen mit neuen Modellläufen und Beobachtungen kurzfristig verschieben können, weshalb regionale Updates eng getaktet veröffentlicht werden.