JKCM News
Startseite
Politik

Drehbuchautoren und Hollywood-Studios einigen sich auf vierjährige vorläufige Vereinbarung

Die Writers Guild of America West und das Bündnis der Film- und Fernsehproduzenten haben nach rund drei Wochen Verhandlungen eine vorläufige Vierjahresvereinbarung erzielt; die genauen Vertragsinhalte wurden bislang nicht veröffentlicht.

JKCM News / AP-Quellen 2 Min Lesezeit
Titelbild: Drehbuchautoren und Hollywood-Studios einigen sich auf vierjährige vorläufige Vereinbarung
Das Abkommen verlängert den üblichen Dreijahreszyklus um ein Jahr und muss noch Vorstand und Mitgliedern der Gilde zur Ratifizierung vorgelegt werden.

Nach Angaben der Writers Guild of America West hat ihr Verhandlungsausschuss einer vorläufigen, vierjährigen Vereinbarung mit der Alliance of Motion Picture and Television Producers einstimmig zugestimmt. Die AMPTP bestätigte die Einigung separat. Die Verhandlungen hatten sich über etwa drei Wochen hingezogen und endeten überraschend rasch im Vergleich zu früheren Auseinandersetzungen.

Im Mittelpunkt steht eine Laufzeit, die mit vier Jahren über die übliche Dreijahresdauer hinausgeht; vor einer endgültigen Ratifizierung muss der Vertrag noch vom Vorstand der Gilde und ihren Mitgliedern angenommen werden. Das laufende Abkommen wäre planmäßig im Mai ausgelaufen, weshalb die schnelle Einigung an Dringlichkeit gewann und die Kalenderfristen der Branche berührte.

Nach dem Schritt gaben beide Seiten bislang keine detaillierten Vertragsbedingungen bekannt. Beobachterinnen und Beobachter erwarten, dass der Deal mehrere Kernforderungen der Drehbuchautoren berücksichtigt, darunter Verbesserungen beim Gesundheitsschutz und stärkere Schutzmechanismen gegenüber dem Einsatz künstlicher Intelligenz. Die Gewerkschaft betonte, das Abkommen schütze den Gesundheitsplan der Autoren, baue auf Errungenschaften aus 2023 auf und trage dazu bei, Probleme mit unbezahlter Arbeit anzugehen.

Zugleich steht die Einigung in einem deutlich anderen Licht als die Arbeitskämpfe vor drei Jahren, als heimische Autoren monatelang streikten und die Branche teilweise lahmlegte. Studios verhandeln parallel mit anderen Gewerkschaften; Verträge für Schauspieler und Regisseure laufen Ende Juni aus. In diesem Kontext war kürzlich von Seiten der Schauspielergewerkschaft ein stärkeres Kooperationssignal der Studios registriert worden.

Daneben sieht sich die WGAW intern mit einem anderen Konflikt konfrontiert: Seit Februar streiken Teile der eigenen Belegschaft und erheben Vorwürfe wegen unfairer Arbeitspraktiken. Mehr als 100 Mitarbeitende aus Rechts-, Event- und Residuals-Abteilungen beteiligen sich an dem Arbeitskampf, weshalb die Gilde ihre jährliche Preisverleihung abgesagt hat. Ob und wie sich dieser innerbetriebliche Streik auf die vorläufige Vereinbarung mit den Studios auswirkt, bleibt offen.