Dutzende bei New Yorker Protest gegen US‑Waffenlieferungen an Israel festgenommen
Die Aktion wurde von der Friedensgruppe Jewish Voice for Peace angeführt; unter den Festgenommenen war Chelsea Manning.
- In New York wurden bei einer von Jewish Voice for Peace organisierten Demonstration gegen US‑Waffenlieferungen an Israel zahlreiche Protestierende festgenommen
- darunter die Whistleblowerin Chelsea Manning.
Nach Angaben örtlicher Berichte sind in New York bei einer Protestaktion gegen US‑Waffenlieferungen an Israel Dutzende Menschen festgenommen worden. Die Demonstration richtete sich gegen die Fortsetzung von Rüstungsgeschäften mit Israel und wurde von der Friedensorganisation Jewish Voice for Peace angeführt.
Zugleich zählte zu den Festgenommenen die frühere Militäranalystin und Whistleblowerin Chelsea Manning. Konkrete Angaben zu den gegen die Beteiligten erhobenen Vorwürfen oder zur Zahl der aufgenommenen Anzeigen lagen zunächst nicht vor. Die Organisatoren hatten im Vorfeld zu zivilem Ungehorsam aufgerufen, um auf ihre Forderungen aufmerksam zu machen.
Inzwischen ordneten Aktivisten die Aktion als Teil breiterer Proteste ein, mit denen Gegnerinnen und Gegner der aktuellen US‑Politik auf die Folgen von Waffenexporten aufmerksam machen wollen. Bei ähnlichen Demonstrationen setzten Teilnehmende häufig auf Abriegelungen, Verkehrsstörungen und gezielte Blockaden, um Öffentlichkeit und Medienwirksamkeit zu erzielen.
Daneben erläuterten Vertreterinnen und Vertreter von Jewish Voice for Peace, die Kampagne richte sich ausdrücklich gegen die Lieferung von Bomben und anderen Rüstungsgütern an Israel. Zu weiteren geplanten Aktionen machten sie keine Angaben. Reaktionen offizieller Stellen oder konkrete Aussagen von Behörden zu den Festnahmen lagen zum Zeitpunkt der Meldung nicht vor.
Gleichzeitig könnten die Festnahmen juristische Konsequenzen für die Beteiligten nach sich ziehen. Beobachterinnen und Beobachter wiesen darauf hin, dass Proteste gegen Rüstungsexporte in den USA regelmäßig rechtliche Auseinandersetzungen auslösen, die lokale und nationale Debatten über Außen‑ und Sicherheitspolitik anfachen.