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Fifa kritisiert erhöhte Zugpreise zu World‑Cup‑Spielen in New York/New Jersey

Fifa warnt vor abschreckender Wirkung durch bis zu 150-Dollar-Tickets für NJ Transit; Gouverneurin von New Jersey fordert Unterstützung für öffentliche Verkehrsmittel

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Titelbild: Fifa kritisiert erhöhte Zugpreise zu World‑Cup‑Spielen in New York/New Jersey
Fifa sieht stark erhöhte Zugpreise als Risiko für Anreise, Verkehrsfluss und die wirtschaftlichen Effekte rund um die WM‑Spiele im MetLife Stadium.

Nach Angaben der berichtenden Quelle hat die Fifa die drastisch erhöhten Fahrpreise für Zugverbindungen zu Spielen der Fußball‑Weltmeisterschaft 2026 in New York/New Jersey scharf kritisiert. Ein Organisationsvertreter bezeichnete das Preisniveau von bis zu 150 US‑Dollar für eine rund 30‑minütige NJ‑Transit‑Fahrt zum MetLife Stadium als potenziell abschreckend für Fans und als Risiko für den Verkehrsablauf während der Veranstaltung.

Im Mittelpunkt der öffentlichen Auseinandersetzung steht die Forderung der Gouverneurin von New Jersey, Mikie Sherrill, wonach die Fifa einen Teil der Transportkosten übernehmen solle. Sherrill sagte, ihre Verwaltung habe ein Abkommen geerbt, nach dem Fifa bislang keine Mittel für den öffentlichen Nahverkehr bereitstelle, während NJ Transit durch zusätzliche Sonderdienste Mehrkosten von etwa 48 Millionen US‑Dollar trage. Sie wies außerdem darauf hin, dass es für die speziellen WM‑Tarife keine Ermäßigungen für Kinder und Senioren gebe.

Zugleich wies die Fifa die Kritik zurück und verwies auf mögliche Folgen stark erhöhter Fahrpreise für die gesamte Veranstaltung. Die Organisation betonte, dass erhöhte Ticketpreise Menschen zu alternativen Verkehrsmitteln treiben könnten, was verkehrliche Engpässe, verspätete Ankünfte und negative Auswirkungen auf die wirtschaftlichen Vorteile für die Region nach sich ziehen könne. Ziel sei es, den Autoverkehr zu reduzieren, Staus zu vermeiden und den Erlebniswert für Fans durch verlässliche Massenverkehrslösungen zu sichern.

Inzwischen verwies ein Fifa‑Vertreter auf die Arbeit mit dem lokalen Organisationskomitee an einem Transportplan, der effiziente und zugängliche Optionen bieten solle. Gleichzeitig machte die Organisation deutlich, dass die Vorstellungen über Kostenverteilung und Verantwortung zwischen Fifa und regionalen Stellen auseinanderliegen. Die Auseinandersetzung hebt grundsätzliche Fragen zur Finanzierung von Verkehrsdiensten bei Großveranstaltungen hervor.

Daneben bleibt strittig, wie Sondertarife und Shuttlepreise im Verhältnis zu allgemeinen Fahrpreisen zu bewerten sind und welche Konsequenzen daraus für Anreiseverhalten und Verkehrsmanagement folgen. Die Debatte um die Tickets für Spiele im MetLife Stadium spiegelt damit breitere Konflikte über Zuständigkeiten und Kosten bei der Planung internationaler Großereignisse wider.