Ford: Leiter für Elektromobilität Doug Field verlässt Autobauer im Zuge von Umstrukturierung
Ford ordnet EV-, Software- und Designverantwortung neu: Aufgaben des scheidenden Chief EV, Digital and Design Officer werden in eine neue Product Creation and Industrialization‑Einheit unter COO Kumar Galhotra integriert.
- Doug Field verlässt Ford nach einer Übergangsphase von rund einem Monat
- das Unternehmen bündelt seine Produkt- und Industrialisierungsfunktionen, um die Ziele des Ford+‑Plans zu beschleunigen.
Nach Angaben von Ford hat Doug Field, derzeit Chief EV, Digital and Design Officer, entschieden, das Unternehmen nach einer Übergangsphase von etwa einem Monat zu verlassen. Das Unternehmen erwähnte einen nächsten Lebensabschnitt für Field; der Manager selbst machte auf einer Medienkonferenz keine Angaben zu seinen künftigen Plänen.
Gleichzeitig stellte Ford eine neue Führungsstruktur vor, die eine Product Creation and Industrialization‑Organisation umfasst. Diese Einheit soll die bisherigen Zuständigkeiten von Field mit dem globalen Industrial System zusammenführen und wird von Kumar Galhotra, dem Chief Operating Officer und langjährigen Manager bei Ford, geleitet.
Zugleich begründet Ford die Umstrukturierung mit dem Ziel, die Umsetzung des Ford+‑Geschäftsplans zu beschleunigen. Als klares Ziel nennt das Unternehmen eine bereinigte EBIT‑Marge von 8 Prozent bis 2029; die neue Organisation solle helfen, Komplexität zu reduzieren und schnellere Produkt-, Software‑ und Service‑Rollouts zu ermöglichen.
Inzwischen betont Ford, dass die Personalentscheidung in eine Phase fällt, in der der Autobauer an einer neuen Generation elektrischer Modelle arbeitet. Auf dem Fahrplan steht unter anderem ein mittelgroßer Pickup auf Basis der Universal Electric Vehicle (UEV) Plattform, dessen Markteinführung für das kommende Jahr vorgesehen ist. Ford und Field erklärten, das Projekt befinde sich in einer stabilen Position und könne in der neuen Organisationsstruktur ohne Field weitergeführt werden.
Daneben plant Ford, bis 2029 einen Großteil seiner Modellpalette zu erneuern: Ziel sind rund 80 Prozent Erneuerung des nordamerikanischen Volumenportfolios und 70 Prozent weltweit. Neben neuen Plattformen sollen veränderte Antriebsstränge und weiterentwickelte Softwarelösungen Teil dieses Vorhabens sein. Ford sieht die Neuausrichtung als zentralen Schritt, um diese Produkt‑ und Technologieoffensive konsequent voranzutreiben.