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House‑Demokraten fordern von CFTC Durchgreifen gegen Offshore‑Wetten auf Krieg und Regierungsaktionen

Sieben Demokraten fordern CFTC‑Chef Michael Selig auf, gegen Wetten auf Kriegs- und Regierungsaktionen in Offshore‑Prognosemärkten vorzugehen.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: House‑Demokraten fordern von CFTC Durchgreifen gegen Offshore‑Wetten auf Krieg und Regierungsaktionen
Abgeordnete heben gut getimte Einsätze auf die Absetzung von Nicolás Maduro und einen US‑Angriff auf Iran hervor und verlangen Prüfung der Befugnisse der CFTC.

Nach Angaben mehrerer Abgeordneter haben sieben demokratische Mitglieder des Repräsentantenhauses in einem Schreiben an CFTC‑Chef Michael Selig kritisiert, die Behörde habe bisher nicht gegen Wetten auf Kriegs‑ und Regierungsereignisse in Offshore‑Prognosemärkten eingegriffen. Als besonders bedenklich nennen sie gut getimte Einsätze auf die Absetzung von Nicolás Maduro und auf einen US‑Angriff auf Iran, die Fragen nach möglichem Insiderhandel aufgeworfen hätten.

Im Mittelpunkt der Initiative stehen die Abgeordneten Jim McGovern und Seth Moulton, die das Schreiben an die Aufsichtsbehörde koordiniert haben. Zu den weiteren Unterzeichnern zählen Gabe Amo, Greg Casar, Jamie Raskin, Dana Titus und Yassamin Ansari. Die Gruppe verlangt von der CFTC eine Erklärung, warum bislang keine öffentlichen Maßnahmen gegen solche Wetten ergriffen worden seien und ob die Behörde sich für befugt halte, Insiderhandel auf Prognosemärkten zu verfolgen.

Daneben benennt das Schreiben konkrete Marktakteure: Auf US‑Territorium agiert die Plattform Kalshi, die sich nach eigenen Angaben als regulierte CFTC‑Plattform versteht und kontroverse Kriegswetten untersagt. Demgegenüber steht Polymarket, das im Brief als Offshore‑Anbieter beschrieben wird, der jedoch eingeschränkt in den USA verfügbar ist und bereits mit umstrittenen Vertragsangeboten aufgefallen sei. Beide Plattformen haben eigenen Angaben zufolge Schutzmechanismen gegen Insiderhandel eingeführt.

Zugleich gehen die Abgeordneten Interessenkonflikten nach und bitten die CFTC zu prüfen, ob Verbindungen zwischen großen Marktteilnehmern und Angehörigen von Exekutivbeamten bekannt oder untersucht worden seien. In diesem Kontext nennt der Brief, dass Donald Trump Jr. als Investor und unentgeltlicher Berater von Polymarket sowie als strategischer Berater von Kalshi geführt werde.

Die Abgeordneten fordern abschließend Klarheit darüber, ob die CFTC rechtliche Schritte für notwendig hält und welche Maßnahmen sie gegebenenfalls ergreifen will. Eine Antwort der Behörde zu diesen konkreten Prüfungen und möglichen Maßnahmen steht aus.