JKCM News
Startseite
Politik

Hunderte Aktivisten versuchen, Beagle‑Aufzuchtanlage in Wisconsin zu stürmen – Polizei wehrt mit Gummigeschossen und Pfefferspray ab

Rund 1.000 Tierschützer versuchten am Samstag, das Gelände von Ridglan Farms in Blue Mounds zu stürmen; Einsatzkräfte setzten Gummigeschosse, Pfefferspray und Tränengas ein. Behörden melden Dutzende Festnahmen und mehrere Behandlungsfälle nach Reizstoffexposition.

AP 2 Min Lesezeit
Titelbild: Hunderte Aktivisten versuchen, Beagle‑Aufzuchtanlage in Wisconsin zu stürmen – Polizei wehrt mit Gummigeschossen und Pfefferspray ab
Bei einem zweiten Versuch binnen weniger Monate, Beagle aus der Zucht- und Forschungseinrichtung zu holen, nahm die Polizei den Anführer der Protestaktion fest.

Nach Angaben der örtlichen Behörden sammelten sich am Samstag rund 1.000 Aktivisten vor der Ridglan Farms in Blue Mounds, Wisconsin, und versuchten, das Gelände der Beagle‑Zucht‑ und Forschungseinrichtung zu betreten. Die Protestierenden wollten offenbar Tiere aus der Anlage holen; die Einrichtung hält Schätzungen zufolge rund 2.000 Hunde.

Zugleich setzten Einsatzkräfte Gummigeschosse, Pfefferspray und Tränengas ein, nachdem Teile der Menge versucht hatten, Absperrungen zu überwinden und in Richtung der Gebäude vorzudringen. Die Sheriffs‑Behörde charakterisierte das Vorgehen einzelner Teilnehmer als versuchte gewalttätige Durchbruchaktion gegen Polizeikräfte und Absperrungen.

Unterdessen hatten die Betreiber auf dem Gelände mehrere Sicherungsmaßnahmen errichtet, darunter einen mit Gülle gefüllten Graben, Heuballen und einen Stacheldrahtzaun. Trotz vereinzelter Durchbruchsversuche gelang es den Aktivisten nicht, in die Innenräume der Anlage einzudringen; die Behörden beschrieben den Vorfall als zweiten Versuch innerhalb weniger Monate, das Betriebsareal zu stören.

Daneben behandelten Rettungskräfte mehrere Personen wegen Einwirkungen von Reizstoffen; in Medienberichten wurde auch die Versorgung einer älteren Frau erwähnt, die offenbar durch Tränengas beeinträchtigt worden war. Die Sheriffs‑Dienststelle erklärte, eine «signifikante» Zahl von Teilnehmern sei festgenommen worden, nannte aber vorläufig keine abschließende Gesamtzahl, da die Bearbeitung der Festgenommenen noch andauerte.

Gleichzeitig teilte die Behörde mit, dass der Anführer der Aktion in Gewahrsam genommen worden sei. Zu möglichen weiteren Vorwürfen oder anstehenden Verfahren wurden bisher keine Details veröffentlicht. Der Einsatz in Blue Mounds hat die bereits kontroverse Debatte über den Umgang mit Versuchstieren und den Schutz von Forschungseinrichtungen neu angefacht.