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I don’t want to waste the gas: US‑Rideshare‑Fahrer unter Druck durch steigende Spritpreise

Fahrer von Uber und Lyft sehen sich wegen gestiegener Spritpreise mit hunderten Dollar Mehrkosten pro Monat konfrontiert; Rabatt‑ und Cashbackangebote wirken vielen unzureichend.

The Guardian / JKCM News 1 Min Lesezeit
Titelbild: I don’t want to waste the gas: US‑Rideshare‑Fahrer unter Druck durch steigende Spritpreise
Fahrer reduzieren Strecken oder müssen deutlich länger arbeiten, um Einkommensverluste auszugleichen.

Nach Angaben von Fahrern in mehreren US‑Städten haben die jüngste Eskalation im Nahen Osten und der damit verbundene Anstieg der Ölpreise die Treibstoffkosten für Uber‑ und Lyft‑Fahrer deutlich erhöht. Tankstellenpreise stiegen binnen weniger Wochen merklich, sodass sich die Ausgaben für Benzin bei vielen zu Mehrkosten in zweistelliger bis dreistelliger Höhe pro Monat aufsummieren.

Im Mittelpunkt der Kritik steht, dass Rideshare‑Fahrer als unabhängige Auftragnehmer sowohl für Fahrzeugunterhalt als auch für Sprit selbst aufkommen müssen. Ein langjähriger Fahrer aus Oakland berichtet, der volle Tank habe zuletzt rund 60 Dollar gekostet statt früher 36 Dollar; ein Kollege aus Boston schätzt seine zusätzlichen Benzinkosten auf etwa 300 Dollar monatlich. Diese Belastungen schlagen unmittelbar auf das verfügbare Einkommen durch.

Unterdessen zeigt sich für viele ein klares Dilemma: Entweder die Fahrzeit erhöhen und damit zusätzliche Kosten und Belastung in Kauf nehmen, oder die Kilometer reduzieren und einen Einkommensverlust hinnehmen. Einige Fahrer suchten deshalb nach Nebenjobs, andere warteten länger an Sammelplätzen wie Flughafenvorplätzen, um Leerfahrten zu vermeiden. Zahlreiche Interviewte forderten statt punktueller Rabattaktionen eine Anpassung der Fahrerlöhne, um die dauerhaften Mehrkosten auszugleichen.

Daneben betonen Fahrervertreter, dass die angebotenen Programme zwar formal erweitert worden seien, in der Praxis aber nicht mit den tatsächlichen Mehrausgaben mithielten. Die Situation illustriert die strukturelle Verwundbarkeit von Gig‑Arbeitern, deren variable Vergütung sie besonders empfindlich gegenüber externen Kostensteigerungen macht.