Islamabad bereitet Verhandlungen zwischen USA und Iran vor – Militär in Hauptstadt stationiert
Zweiwöchige Waffenruhe steht unter Druck, US-Ex‑Präsident Trump erhebt Vorwürfe gegen Iran
Nach Angaben bereitet Pakistan die Ausrichtung von Verhandlungen zwischen Iran und den Vereinigten Staaten in Islamabad vor. Die für das Wochenende geplanten Gespräche sollen auf einer von Pakistan vermittelten, zweiwöchigen Waffenruhe aufbauen und den Weg zu einem dauerhafteren Frieden ausloten.
Zugleich gerät die Waffenruhe bereits vor Beginn der Runde unter Druck. US-Ex‑Präsident Donald Trump warf Iran öffentlich vor, seine Zusagen zur Öffnung der Straße von Hormus nicht einzuhalten, und bezeichnete das Verhalten Teherans in sozialen Netzwerken als dishonorable. Mit diesen Vorwürfen stellte er die Einhaltung des Abkommens infrage und erhöhte damit den politischen Druck auf die Verhandlungen.
In Islamabad wurden Armeeeinheiten in der Hauptstadt stationiert, um die bevorstehenden Gespräche abzusichern. Das vereinbarte Paket sieht neben direkten Verhandlungstreffen auch eine vorübergehende Aufhebung der iranischen Blockade der Straße von Hormus vor, die zuvor zu massiven Störungen der globalen Energieversorgung geführt hatte.
Gleichzeitig eskalierte die Lage an anderer Stelle: Israel führte Angriffe im Libanon durch, die Iran als Bruch der Waffenruhe bezeichnete. Iran und Pakistan betonten, die Übereinkunft umfasse auch den Libanon, während Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu erklärte, es gebe keine Waffenruhe im Libanon und sein Land werde weiter gegen die Hisbollah vorgehen.
Die Gespräche in Islamabad sollen klären, wie die Zusagen zur Öffnung der Straße von Hormus umgesetzt und wie künftig auf Angriffe im Libanon reagiert werden soll. Vor Beginn der Verhandlungsrunde bestehen jedoch unterschiedliche Interpretationen des Abkommens, was die Aussicht auf rasche Fortschritte einschränkt.
In Erwartung der Verhandlungen halten die beteiligten Akteure an ihren öffentlichen Positionen fest: Pakistan fungiert als Gastgeber und Vermittler, Iran betont die Einbeziehung des Libanon, und Israel signalisiert anhaltende militärische Schritte gegen die Hisbollah. Ob die Gespräche in der pakistanischen Hauptstadt zu einer nachhaltigen Deeskalation führen, bleibt vorerst offen.