JKCM News
Startseite
Politik

Israel und Libanon führen erste direkten Gespräche seit 1993 — Vermittlung durch US‑Außenminister Rubio

In Washington vereinbarten Israel und Libanon, direkte Verhandlungen aufzunehmen. Israel forderte die Entwaffnung nichtstaatlicher Gruppen; Beirut drängte auf einen Waffenstillstand und auf Hilfe gegen die humanitäre Notlage.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Israel und Libanon führen erste direkten Gespräche seit 1993 — Vermittlung durch US‑Außenminister Rubio
Erste direkten Gespräche seit 1993 sollen einen Weg aus der Eskalation mit der von Iran unterstützten Hisbollah eröffnen.

Nach Angaben der US‑Administration haben Israel und Libanon in Washington ihre ersten direkten, hochrangigen Gespräche seit 1993 geführt. US‑Außenminister Marco Rubio vermittelte die Begegnung und nannte sie eine historische Gelegenheit, die Eskalation mit der von Iran unterstützten Hisbollah zu durchbrechen. Beide Seiten bestätigten Übereinkunft darüber, Verhandlungen aufzunehmen; Zeitpunkt und Ort sollen zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt werden.

Im Mittelpunkt der israelischen Forderungen stand die Entwaffnung aller nichtstaatlichen bewaffneten Gruppen. Damit bezog sich Israel ausdrücklich auf die Hisbollah und bekräftigte sein Ziel, die militärische Präsenz dieser Organisation einzuschränken. Zugleich machte Washington deutlich, dass es Israels Recht auf Selbstverteidigung gegen Angriffe der Hisbollah unterstützt.

Nach dem Schritt forderte die libanesische Delegation einen sofortigen Waffenstillstand und konkrete Maßnahmen zur Linderung der schweren humanitären Lage im Libanon. Die Delegation betonte, dass hunderte Tausende Menschen von Vertreibung betroffen seien und die humanitäre Krise dringende internationale Hilfe erfordere. Außerdem verlangte Beirut, dass staatliche Sicherheitskräfte allein für die Kontrolle der betroffenen Gebiete verantwortlich sein sollten, ein Punkt, der die beschränkte innenpolitische Handlungsfähigkeit der Regierung gegenüber bewaffneten Gruppen hervorhebt.

Zugleich blieben die Sicherheitsbedingungen angespannt: Während der Verhandlungsrunde meldete die Hisbollah nach eigenen Angaben mindestens 24 Angriffe auf Israel und israelische Truppen im Libanon, und in Gemeinden Nordisraels lösten Drohnen‑ und Raketenalarme wiederholt Warnungen aus. Die zeitgleiche Gewalt verdeutlicht, wie schwer umsetzbar mögliche Vereinbarungen sein könnten, solange militärische Aktionen und Gegenangriffe andauern.