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Jason Momoa warnt: Korallenriffe stehen kurz vor dem Aus — 2026 muss Wendepunkt sein

Der Schauspieler und UN-Umweltvertreter warnt nach der größten jemals verzeichneten Korallenbleiche vor einem entscheidenden Jahr für den Schutz der Riffe.

Jason Momoa 2 Min Lesezeit
Titelbild: Jason Momoa warnt: Korallenriffe stehen kurz vor dem Aus — 2026 muss Wendepunkt sein
  • Bei 1,5 Grad Erwärmung droht bis zu 90 Prozent Verlust der Korallenriffe
  • Momoa fordert sofortige Klimaschutz- und Schutzmaßnahmen.

Nach Angaben des Schauspielers und UN-Advokaten Jason Momoa stehen Korallenriffe weltweit unter akutem Druck, und 2026 könne ein Wendepunkt für ihr Überleben sein. In seinem Gastbeitrag erinnert er daran, dass die Erde gerade die bislang umfangreichste Korallenbleiche erlebt hat, die sich 33 Monate bis ins Jahr 2025 erstreckte, und dass dadurch viele Riffe bereits stark geschwächt sind.

Im Mittelpunkt seiner Botschaft steht eine eindringliche Zahl: Bei einer Erderwärmung von 1,5 Grad Celsius könnten bis zu 90 Prozent der Korallenriffe verloren gehen. Momoa betont, dass dieser Schwellenwert nicht in ferner Zukunft liege, sondern inzwischen sehr nahe sei. Selbst wenn die aktuellen Klimaziele erreicht würden, blieben Riffe durch Plastikverschmutzung, Küstenentwicklung, landwirtschaftliche Abwässer und Überfischung weiterhin massiv gefährdet.

Zugleich hebt er die Bedeutung der Korallen für Küstengemeinden hervor. Für Regionen wie Hawai'i sind Riffe mehr als biologische Lebensräume: Sie liefern Nahrung, bieten natürlichen Küstenschutz und sind eng mit kulturellen Praktiken und Identität verbunden. Schwächere Riffe erhöhen die Anfälligkeit von Küsten für Stürme und steigende Meeresspiegel, bedrohen Wohnraum, Arbeitsplätze und heilige Stätten und gefährden die einzigartige Artenvielfalt, die diese Systeme trägt.

Daneben nennt Momoa konkrete Ansätze, die bereits Wirkung zeigten: Lokale Wiederherstellungsprojekte in französisch-polynesischen Gemeinden sowie gezielte Finanzierungen durch UN-Programme und den Global Fund for Coral Reefs. Solche Maßnahmen könnten Gemeinden alternative Einkommensquellen eröffnen, Schutzgebiete stärken und den Wiederaufbau nach Extremwetterereignissen unterstützen, wenn sie ausreichend und nachhaltig gefördert werden.

Unterdessen warnt er davor, auf langsam wirkende oder unzureichende Maßnahmen zu setzen. Er fordert eine Kombination aus stärkeren Klimaschutzanstrengungen, weniger Plastik im Meer, Schutz kritischer Arten, nachhaltiger Küstenplanung und gezielten Investitionen. Die Verantwortung liege nicht nur bei Staaten, sondern bei Gemeinschaften, Unternehmen und Individuen gleichermaßen.

Gleichzeitig appelliert Momoa an ein schnelles Handeln: Die kommenden Monate mit neuer Forschung und internationalen Treffen boten die Chance, den Fokus auf Korallenriffe zu richten und beschlossene Maßnahmen tatsächlich umzusetzen. Ohne rasches Eingreifen drohten irreversible Verluste dieser einzigartigen Meeresökosysteme.