Jon Ossoff attackiert Mar‑a‑Lago‑Mafia und warnt vor sozialen Einschnitten durch Trump‑Krieg
Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Georgia attackierte Senator Jon Ossoff Präsident Trump und dessen Umfeld wegen Korruption und der Folgen des Iran‑Konflikts; er warnte vor Einschnitten bei Sozialleistungen.
- Ossoff sagte in Augusta, US‑Soldaten und Sozialleistungen würden für Trumps Kriegspolitik zahlen
- er bezeichnete Trumps Umfeld wiederholt als ‚Mar‑a‑Lago‑Mafia‘.
Nach Angaben des Senators Jon Ossoff tragen die US‑Bürgerinnen und Bürger die finanziellen und menschlichen Kosten des Einsatzes gegen den Iran. Bei einer Kundgebung in Augusta, Georgia, kritisierte der Demokrat am Samstag die Entscheidung der Regierung, Milliarden zur Kriegsführung bereitzustellen, und warnte, dass dies zu Kürzungen bei Betreuungsangeboten und Sozialleistungen führen könne.
Im Mittelpunkt seiner Rede stand die von ihm eingeklagte Prioritätenverschiebung: Ossoff verwies auf die Bitte des Weißen Hauses um 200 Milliarden Dollar zur Finanzierung des Vorgehens gegen den Iran und erklärte, diese Summe hätte ausgereicht, um über Jahre ein landesweites, universelles Vorschulprogramm zu finanzieren. Zugleich nannte er bereits eingetretene Folgen des Konflikts, darunter den Tod von 13 US‑Soldaten, tausende zivile Opfer sowie negative wirtschaftliche Effekte wie steigende Preise.
Gleichzeitig richtete Ossoff scharfe Kritik gegen Präsident Trump und Mitglieder seiner Familie. Er warf ihnen vor, Amtsmacht zur persönlichen Bereicherung zu nutzen, und prangerte Geschäftsverbindungen zu ölreichen Staaten an. Mehrfach nannte er das Umfeld des Präsidenten ‚Mar‑a‑Lago‑Mafia‘ und bezog sich dabei auf Berichte über finanzielle Verbindungen einzelner Angehöriger zum Nahen Osten.
Daneben ging der Senator auf Trumps wiederholte Zusicherungen zum Verlauf des Krieges ein und stellte diese Aussagen der anhaltenden militärischen Lage gegenüber. Er listete mehrere Erklärungen des Präsidenten auf, mit denen dieser einen schnellen Sieg oder ein baldiges Ende prognostiziert hatte, und bezeichnete solche Aussagen als nicht mit der Realität vereinbar.
Nach dem Schritt, mit dem Ossoff seine Rede anheizte, reagierte das Publikum sichtbar: Zwischenrufe und Spott gegenüber Trump‑Aussagen waren hörbar, als der Senator die Regierung zu anderer Prioritätensetzung aufforderte. Er forderte mehr Fokus auf Sozialausgaben und Diplomatie und warnte davor, dass die finanziellen Belastungen des Krieges die Haushalte vieler Familien weiter strapazieren würden.
Der Senator, der im November seine Wiederwahl in Georgia anstrebt, konzentrierte seine Kritik vorrangig auf die aktuelle Außen‑ und Innenpolitik der Präsidentenadministration und den Vizepräsidenten. Zwar hatte es zuletzt Spekulationen über mögliche Präsidentschaftsambitionen Ossoffs gegeben, doch bei der Kundgebung stand für ihn offenkundig die Debatte um die Folgen des Iran‑Konflikts und die innenpolitischen Konsequenzen im Vordergrund.