Kalifornien: Mitarbeiter verlassen Eric Swalwells Team nach neuen Vorwürfen sexueller Übergriffe
Nach Berichten mehrerer Medien traten Mitarbeiter zurück und führende Demokraten zogen ihre Unterstützung zurück; Swalwell weist die Vorwürfe zurück und kündigt rechtliche Schritte an.
Nach Angaben lokaler und nationaler Medien hat die Kampagne des kalifornischen Gouverneurskandidaten Eric Swalwell einen schweren Rückschlag erlitten, nachdem mehrere Frauen Anschuldigungen sexuellen Fehlverhaltens erhoben hatten. Die San Francisco Chronicle veröffentlichte eine Darstellung einer Frau, die erklärte, Swalwell habe sie bei zwei Gelegenheiten sexuell missbraucht; die Zeitung nannte die Frau nicht namentlich. Weitere Frauen traten in Interviews mit CNN an die Öffentlichkeit und erhoben ähnliche Vorwürfe gegen den Abgeordneten.
Zugleich kam es zu personellen Abgängen in Swalwells Wahlkampfteam. Drei Mitarbeiter, darunter die frühere Beraterin Courtni Pugh, bestätigten ihren Ausstieg aus der Kampagne. Diese Abgänge folgten direkt auf die veröffentlichten Anschuldigungen und signalisierten eine unmittelbare Störung in der Kampagnenorganisation, die für einen Bewerber im Vorwahlkampf besonders folgenschwer sein kann.
Im Mittelpunkt der öffentlichen Debatte steht nun die Frage, wie weitreichend die politischen Konsequenzen sind. Mehrere führende demokratische Politiker zogen ihre bisherigen Empfehlungen zurück: Der kalifornische Senator Adam Schiff kündigte an, seine Unterstützung zu widerrufen und forderte Swalwell zum Rückzug aus dem Rennen auf. Auch Senator Ruben Gallego erklärte, er entziehe seine Unterstützung und betonte die Bedeutung eines respektvollen Umgangs mit Frauen, die Anschuldigungen erheben.
In seiner Reaktion wies Swalwell die Anschuldigungen zurück und erklärte, er werde sich mit Fakten verteidigen und gegebenenfalls rechtliche Schritte einleiten. Er betonte, seine Priorität liege bei seiner Familie und der Verteidigung seiner langen öffentlichen Tätigkeit. Die Kampagne selbst reagierte in den vorliegenden Berichten nicht auf Nachfragen.
Gegenwärtig ist unklar, ob weitere Rücktritte folgen oder ob formelle Ermittlungen eingeleitet werden. Beobachter sehen erste Auswirkungen auf Organisation und öffentliche Unterstützung durch führende Demokraten, während konkrete strafrechtliche Schritte in den erwähnten Berichten nicht genannt werden.