Kambodschaner Pheap Rom: Nach US‑Abschiebung in Eswatini in Hochsicherheitsgefängnis eingesperrt
Ein in den USA Haftgefangener erwartete die Rückführung nach Kambodscha, wurde stattdessen nach Eswatini verbracht und dort in einem Hochsicherheitsgefängnis untergebracht.
Nach Angaben wurde Pheap Rom im Oktober 2025 gemeinsam mit neun weiteren Männern aus den USA nach Eswatini abgeschoben und in ein Hochsicherheitsgefängnis eingeliefert. Rom, der in den USA wegen versuchten Mordes verurteilt worden war und eine 15‑jährige Haftstrafe verbüßt hatte, sagte, er habe mit einer Rückführung nach Kambodscha gerechnet und sei über das Ziel der Deportation überrascht gewesen.
Im Mittelpunkt seiner Schilderung steht der fehlende Zugang zu Rechtsbeistand nach Bekanntgabe der Abschiebung. Rom erklärte, er habe keine Gelegenheit gehabt, mit einem Anwalt zu sprechen, und seine Versuche, gegen die Verbringung nach Eswatini Widerspruch einzulegen, seien ohne Erfolg geblieben. Stattdessen habe er direkt die Aufforderung erhalten, seine Sachen zu packen.
Zugleich schilderte Rom den Ablauf der Deportation als brutal: Die Gruppe sei gefesselt worden und habe eine 21‑stündige Flugreise in beengten Verhältnissen hinter sich gebracht. Den Angaben zufolge wurden die Männer bei der Ankunft nicht freigelassen, sondern von bewaffneten Militärs empfangen und unmittelbar zur Matsapha‑Strafvollzugsanstalt eskortiert, einem Maximum‑Security‑Komplex.
In Eswatini trafen die Deportierten demnach auf sehr restriktive Haftbedingungen. Anfangs war nur 15 Minuten Hofgang täglich erlaubt, Telefonate fanden einmal pro Woche statt, und Hygieneartikel sowie Kleidung waren stark eingeschränkt. Rom berichtete zudem, dass Verteidiger zunächst vom Kontakt zu den Gefangenen ferngehalten worden seien.
Inzwischen hat Rom angegeben, dass er die Deportation nicht angefochten habe, weil er mit einer Rückführung nach Kambodscha gerechnet habe. Die Schilderungen liefern damit einen Einblick in die Umstände, unter denen Menschen, die in den USA ihre Haftstrafe abgesessen hatten, in ein anderes Land überstellt und dort in ein Hochsicherheitsgefängnis gebracht wurden.