KI‑rekreierter Val Kilmer erstmals im Trailer zu «As Deep as the Grave» gezeigt
Auf der CinemaCon in Las Vegas präsentierten die Macher einen Trailer, in dem eine generative KI den verstorbenen Val Kilmer in einer zentralen Rolle zeigt. Produktion und Nachlass betonen Zustimmung und Beachtung von Gewerkschaftsleitlinien.
- Filmemacher verteidigen Einsatz generativer KI für die Darstellung eines verstorbenen Schauspielers
- Nachlass und Gewerkschaft wurden einbezogen.
Nach Angaben der Veranstalter lief beim Branchentreffen CinemaCon in Las Vegas ein erster Trailer zum Indie‑Film «As Deep as the Grave», der eine von KI erzeugte Darstellung des 2025 verstorbenen Schauspielers Val Kilmer zeigt. Im gezeigten Ausschnitt tritt die Figur Father Fintan auf, ein katholischer Priester und Native‑American‑Spiritualist; gegen Ende sagt die Figur die Zeile «Don’t fear the dead and don’t fear me».
Im Mittelpunkt der anschließenden Podiumsdiskussion standen die Entscheidungen hinter der digitalen Rekonstruktion. Die Filmemacher betonten, die Nutzung generativer KI sei in enger Abstimmung mit Kilmers Nachlass erfolgt; die Kinder Mercedes und Jack Kilmer hätten der Verwendung zugestimmt, Archivmaterial zur Verfügung gestellt und würden dafür entschädigt. Produzent John Voorhees hob hervor, man habe sich an Leitlinien der Schauspielergewerkschaft SAG‑AFTRA orientiert und fasste dies mit «Consent, compensation and collaboration» zusammen.
Gleichzeitig zog Regisseur Coerte Voorhees eine klare Grenze zur Behauptung einer originären Kilmer‑Performance: Er sagte, Val Kilmer habe die Darstellung beeinflusst, nannte sie aber nicht eine originalgetreue Performance. Der Trailer zeigt die Figur in verschiedenen Lebensaltern; die Filmemacher bezeichneten die Einbindung der KI‑gestalteten Figur als zentral für die Handlungsstruktur des Films. Sie erklärten, Kilmer habe ursprünglich zugesagt, dann aus gesundheitlichen Gründen absagen müssen; die Produktion habe daraufhin ohne die Figur weitergedreht und die Rolle später digital rekonstruiert.
Die Vorführung belebte die Debatte über ethische und rechtliche Grenzen von KI‑Rekonstruktionen wieder. Die Macher verwiesen auf frühere Beispiele, in denen Kilmer Technik nutzte, um seine Stimme nach gesundheitlichen Problemen wiederzugeben, und auf digitale Nachbearbeitungen in anderen Produktionen. Konkrete Angaben zu endgültiger Laufzeit oder einem offiziellen Veröffentlichungstermin nannte das Panel nicht; die Produzenten äußerten lediglich, die KI‑gestaltete Figur werde rund eine Stunde und 17 Minuten Bildschirmzeit haben.