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Leitende Staatsanwältin zieht sich aus Ermittlungen gegen Ex‑CIA‑Chef John Brennan zurück

Maria Medetis Long hat Verteidigern mitgeteilt, dass sie den Brennan‑Fall nicht länger bearbeitet. Die Untersuchung hängt mit einer Einschätzung über russische Einflussnahme 2016 zusammen.

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Titelbild: Leitende Staatsanwältin zieht sich aus Ermittlungen gegen Ex‑CIA‑Chef John Brennan zurück
Die zuständige Bundesstaatsanwältin im Southern District of Florida hat nach geäußerten Vorbehalten ihre Arbeit an der Ermittlungen gegen John Brennan eingestellt.

Nach Angaben von involvierten Personen ist die federführende Bundesstaatsanwältin Maria Medetis Long nicht länger mit der Untersuchung gegen den ehemaligen CIA‑Direktor John Brennan betraut. Sie habe Verteidigern im Fall mitgeteilt, sie werde die Angelegenheit nicht weiter bearbeiten. Long ist als Karrierejuristin die Leiterin der Abteilung für nationale Sicherheit im US‑Staatsanwaltsbüro für den Southern District of Florida.

Im Mittelpunkt der Untersuchung steht demnach eine Bewertung der US‑Nachrichtendienste, wonach Russland 2016 die Chancen von Donald Trump begünstigt haben soll. Die Ermittlungen beziehen sich auf Äußerungen und Einschätzungen, die in den Jahren nach der Präsidentschaftswahl kontrovers diskutiert wurden, und haben in der Folge wiederholt politische Aufmerksamkeit auf sich gezogen.

Zugleich steht der Southern District of Florida nach Angaben aus Justizkreisen unter besonderer Beobachtung. Der zuständige US‑Staatsanwalt für den Bezirk, Jason Reding Quiñones, habe demnach Beamte im Justizministerium informiert, dass eine Anklage möglicherweise bevorstehe. Gleichzeitig sei Mitte April die Attorney General Pam Bondi aus ihrem Amt entlassen worden, was in Berichten mit Unmut über ausbleibende Ermittlungsergebnisse in Verbindung gebracht worden sei.

Daneben berichten Quellen, dass Todd Blanche, der zurzeit als amtierender Generalstaatsanwalt fungiert, an einer dauerhaften Ernennung interessiert sei. Ein früherer leitender Mitarbeiter von Blanche sei inzwischen vom Hauptquartier des Justizministeriums nach Florida versetzt worden, um an der Brennan‑Angelegenheit mitzuarbeiten. Beobachter ziehen Parallelen zu früheren Fällen, in denen Karriereermittler nach Differenzen innerhalb des Justizministeriums abberufen worden seien.

Nach dem Schritt von Medetis Long stehen nun offene Fragen zur Fortführung der Ermittlungen und zur personellen Ausstattung des Teams. Insbesondere die Verlagerung personeller Ressourcen sowie die Personalentscheidungen im oberen Führungspersonal deuten darauf hin, dass das Justizministerium die Angelegenheit weiter vorantreiben will. Gleichzeitig sorgen die jüngsten Veränderungen für Spekulationen über interne Differenzen und deren Einfluss auf den Fortgang der Ermittlungen.