Mehrere Personen, darunter ehemaliger Sheriff‑Leutnant, wegen Explosion in Feuerwerkslager in Kalifornien angeklagt
Sieben Tote und zwei Verletzte nach Explosion in Lager nahe Esparto; Angeklagte, darunter ein ehemaliger Sheriff‑Leutnant, sehen sich Mord- und Sprengstoffvorwürfen gegenüber.
Nach Angaben lokaler Behörden sind mehrere Personen wegen ihrer Rolle bei einer Explosion in einem Feuerwerkslager in Kalifornien angeklagt, die im Juli sieben Menschen das Leben kostete und zwei weitere verletzte. Die Detonation ereignete sich am 1. Juli in einem etwa 5.000 Quadratfuß grossen Lager nahe Esparto und löste ein massives Feuer aus; als Folge mussten örtliche Feierlichkeiten abgesagt werden.
Im Mittelpunkt der Anklagen steht nach Gerichtsdokumenten ein damaliger Leutnant des Yolo County Sheriff’s Office, Samuel Machado. Gegen ihn wurden 26 Delikte erhoben, darunter Mord, illegaler Besitz von Sprengstoffen und fahrlässiger Umgang mit Sprengstoffen. Die Staatsanwaltschaft führt aus, Machado habe zugelassen, dass mehr als eine Million Pfund illegaler Feuerwerkskörper in dem Lager gelagert wurden, und seine Dienststellung genutzt, um die Aktivitäten zu verschleiern.
Zugleich werfen die Anklageschriften weiteren Beteiligten vor, das Gelände über Jahre hinweg erheblich erweitert und kommerziell genutzt zu haben. Demnach stieg die Zahl der Feuerwerkscontainer an dem Standort von 13 im Jahr 2015 auf 50 im Jahr 2025. Weitere Angeklagte sollen in dem Betrieb Feuerwerk gelagert oder verkauft haben; einige der Beschuldigten stehen konkret in Verbindung mit dem Lagerbetrieb.
Daneben wurde auch eine Mitbeschuldigte, Tammy Machado, festgenommen. Ihr werden neben Verwicklungen in den Lagerbetrieb zusätzliche Delikte wie Hypothekenbetrug und Gefährdung von Kindern vorgeworfen. Berichten zufolge wurde sie später gegen Kaution entlassen.
Die Bezirksstaatsanwaltschaft macht deutlich, dass es sich nicht um regulären Konsumfeuerwerksverkauf handelt, sondern um den Umgang mit Geräten, deren Explosivkraft weit über dem erlaubten Mass lag. Deshalb lauten die Vorwürfe entsprechend schwerwiegend und sollen nun in einem Gerichtsverfahren geklärt werden.
Unterdessen bestreiten die Angeklagten ihre Schuld bislang formell; Prozess- und Beweisfragen werden die künftigen Verhandlungen prägen. Angehörige der Opfer und örtliche Behörden fordern Aufklärung über die Umstände, die zu der verheerenden Explosion geführt haben.