Mircea Lucescu mit 80 Jahren gestorben – trat fünf Tage zuvor als rumänischer Nationaltrainer zurück
Der frühere Erfolgstrainer starb kurz nach seinem Rücktritt als rumänischer Nationaltrainer; Stationen wie Shakhtar Donetsk, Galatasaray und Inter Milan prägten seine lange Karriere.
- Rumäniens Fußball verliert einen prägenden Trainer
- Lucescu war kurz vor seinem Tod wegen Krankheit zurückgetreten und hospitalisiert worden.
Nach Angaben starb Mircea Lucescu im Alter von 80 Jahren, fünf Tage nachdem er sein Amt als Trainer der rumänischen Nationalmannschaft niedergelegt hatte. Sein Rücktritt erfolgte, nachdem er sich vor einer Trainingseinheit unwohl gefühlt hatte und am folgenden Tag ins Krankenhaus gebracht worden war.
Im Mittelpunkt seiner jüngsten Amtszeit stand die dramatische Playoffniederlage gegen die Türkei am 26. März, ein 0:1, die Rumäniens Qualifikation für die WM 2026 verhinderte. Lucescu hatte die Mannschaft erst 2024 erneut übernommen; zuvor hatte er Rumänien bereits zwischen 1981 und 1986 betreut.
Zugleich reicht Lucescus Wirken weit über die Nationalmannschaft hinaus. In mehr als vier Jahrzehnten als Trainer führte er zahlreiche Klubs und Auswahlteams, darunter Inter Milan, Galatasaray, Besiktas, Shakhtar Donetsk, Zenit St. Petersburg, Dynamo Kyiv und die türkische Nationalmannschaft. Vereinsvertreter und Fans erinnerten an seine nationalen Meisterschaften und europäischen Erfolge sowie an seinen Ruf als präziser Taktiker und prägenden Mentor.
Daneben war Lucescus Karriere auch von seiner Zeit als Spieler geprägt: Er bestritt 64 Länderspiele für Rumänien und führte die Mannschaft als Kapitän bei der Weltmeisterschaft 1970 an. Diese lange Verbindung zum rumänischen Fußball machte ihn zu einer nationalen Symbolfigur, deren Einfluss über Generationen von Spielern spürbar blieb.
Unterdessen würdigte die rumänische Fußballföderation Lucescu als herausragenden Taktiker, Mentor und nationalen Repräsentanten, dessen Verdienste um den rumänischen Fußball außerordentlich seien. Internationale Klubs reagierten mit Beileidsbekundungen; Galatasaray und Inter Milan hoben seine sportlichen Erfolge hervor. Berichte verbanden die Hospitalisierung mit einem Herzinfarkt, nähere medizinische Details wurden bislang nicht veröffentlicht. Sein Tod beendet eine der langlebigsten und einflussreichsten Trainerkarrieren des europäischen Fußballs.