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Nachfrage nach Hypotheken für Hauskäufe erstmals seit über einem Jahr im Jahresvergleich gesunken

Wöchentliches Antragsvolumen ging zurück; Kauf- und Refinanzierungsanträge verzeichnen erstmals seit Januar 2025 Jahresverluste. Geopolitische Unsicherheit belastet das Marktklima.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Nachfrage nach Hypotheken für Hauskäufe erstmals seit über einem Jahr im Jahresvergleich gesunken
  • Gesamtvolumen sank wöchentlich
  • 30‑Jahres‑Festzins leicht bei 6,51 Prozent, Kaufanträge aber 7 Prozent unter Vorjahresniveau.

Nach Angaben der Mortgage Bankers Association (MBA) ist die Nachfrage nach Hypotheken für Hauskäufe in den USA im Jahresvergleich erstmals seit Januar 2025 wieder gesunken. Die saisonbereinigte Gesamtzahl der Anträge ging in der betrachteten Woche um 0,8 Prozent gegenüber der Vorwoche zurück und signalisiert damit eine anhaltende Schwäche im Kreditverkehr.

Im Mittelpunkt der Bewegungen steht der leichte Rückgang der durchschnittlichen Vertragszinsrate für 30‑jährige Festhypotheken mit konformen Darlehen bis 832.750 US‑Dollar, die von 6,57 Prozent auf 6,51 Prozent fiel. Zugleich reduzierten sich die inkludierten Punkte für Darlehen mit 20 Prozent Anzahlung von 0,65 auf 0,61, was die effektiven Kosten für einige Kreditnehmer geringfügig senkte.

Gleichzeitig stiegen die Kaufanträge zwar wöchentlich um 1 Prozent, blieben aber 7 Prozent unter dem Niveau der gleichen Woche des Vorjahres. Dieses Minus markiert den ersten Jahr‑zu‑Jahr‑Rückgang bei Kaufanträgen seit Januar 2025. Anwendungen zur Refinanzierung fielen in der Woche um 3 Prozent und lagen 4 Prozent unter dem Vorjahreswert; auch hier ist dies der erste jährliche Rückgang seit Januar 2025.

Daneben zeigen sich im Markt deutliche Differenzen nach Kreditform und Region: FHA‑Kaufanträge legten wöchentlich um rund 5 Prozent zu, was teilweise damit zusammenhing, dass FHA‑Hypotheken etwa 30 Basispunkte unter den konventionellen Raten notierten. Niedrigere Zinssätze bei Adjustable‑Rate‑Mortgages (ARMs) und FHA‑Krediten boten einzelnen Käufern damit günstigere Alternativen und stützten die Nachfrage in bestimmten Segmenten.

Inzwischen führen Analysten die insgesamt zurückhaltende Stimmung auf ausgeprägte wirtschaftliche Unsicherheit zurück, die durch den Krieg im Iran verstärkt werde. Diese Verunsicherung halte die Rendite der zehnjährigen US‑Staatsanleihe auf einem erhöhten Niveau, wodurch auch die Hypothekenzinsen gestützt würden. Kurzfristig können politische Entwicklungen jedoch zu spürbaren Schwankungen bei den Renditen führen.

Unterdessen sorgten Ankündigungen zu einer kurzfristigen Waffenruhe für deutliche Bewegungen an den Anleihemärkten: Die Renditen der Staatsanleihen fielen merklich, was die Erwartung nährte, dass Hypothekenzinsen vorübergehend leicht nachgeben könnten. Insgesamt bleibt der Markt aber anfällig für weitere geopolitische Impulse, die Kauf- und Refinanzierungsentscheidungen beeinflussen können.