New Jersey kritisiert FIFA, nachdem Sonderpreise für Züge zu MetLife-Stadion angekündigt wurden
Gouverneurin Mikie Sherrill verlangt von der FIFA Zuschüsse für Fan‑Transport; Sondertarife könnten Zugfahrten zum MetLife‑Stadion auf über 100 Dollar treiben.
Nach Angaben von Gouverneurin Mikie Sherrill lastet die Verantwortung für hohe Transportkosten derzeit allein auf New Jersey, obwohl die FIFA aus dem Turnier erhebliche Einnahmen erziele. Sherrill kritisierte, dass die geplanten Sonderpreise für Zugfahrten den regulären Rückfahrschein von rund 12,90 Dollar auf mehr als das Siebenfache anheben würden und dass es offenbar keine ermäßigten Tarife für Kinder oder Senioren geben soll.
Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung steht eine Änderung der Host‑City‑Vereinbarungen, die festgelegt habe, dass Tickethalter Zugang zu Transportmitteln zum Selbstkostenpreis erhalten sollen. Die FIFA erklärte nach den Vorwürfen, man sei überrascht von Sherrills Darstellung und wies darauf hin, dass die Vorgaben für die Gastgeberstädte angepasst worden seien. Der Verband betonte zugleich seine Rolle in Mobilitätsplänen und verwies auf Bemühungen, bundesstaatliche Mittel für Verkehrsinfrastruktur zu unterstützen.
Zugleich haben die angekündigten Preisaufschläge konkrete Folgen für Anhänger aus Europa: Neben erhöhten Ticketpreisen zum MetLife Stadium sind auch bereits drastisch erhöhte Fahrpreise für Spiele im Gillette Stadium in Foxborough genannt worden. Dort wurden für Zugverbindungen Preise von rund 80 Dollar, für Busse etwa 95 Dollar und deutlich angehobene Parkgebühren genannt. Ein Parkplatz am MetLife Stadium soll demnach 225 Dollar kosten, in Foxborough 175 Dollar.
Inzwischen droht die Terminierung der WM‑Spiele die Kontroverse zu verschärfen. Das MetLife Stadium, das während des Turniers als New York/New Jersey Stadium auftreten wird, ist für acht Partien vorgesehen, darunter das Finale am 19. Juli. England und Schottland haben jeweils Gruppenspiele in Foxborough und MetLife angesetzt, was Reisekosten und Verfügbarkeit von Transportangeboten für viele Fans relevant macht.
Daneben machte Sherrill deutlich, dass New Jersey nicht zulassen werde, dass Pendler und Steuerzahler dauerhaft die finanziellen Lasten tragen. Sie forderte die FIFA auf, Transportkosten zu übernehmen oder zumindest substanzielle Zuschüsse zu leisten. Andernfalls kündigte die Gouverneurin an, der Bundesstaat werde prüfen, welche Maßnahmen nötig sind, um Einwohner und Pendler vor den Folgen der Preisgestaltung zu schützen.