Nvidia meldet Rekordumsatz von 68,1 Mrd USD und gibt Ausblick ohne China-Data-Center-Compute
Nvidia hat für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 einen Rekordumsatz von 68,1 Milliarden US-Dollar gemeldet und erwartet für das nächste Quartal rund 78 Milliarden US-Dollar Umsatz, ohne China-Data-Center-Compute in der Prognose.
- Umsatz im Quartal bis 25 Januar 2026: 68,1 Mrd USD, plus 20 Prozent gegenüber dem Vorquartal und plus 73 Prozent im Jahresvergleich.
- Data-Center-Umsatz: 62,3 Mrd USD, plus 22 Prozent zum Vorquartal und plus 75 Prozent zum Vorjahr.
- GAAP-Bruttomarge im Quartal: 75,0 Prozent; GAAP-Ergebnis je Aktie verwässert: 1,76 USD.
- Geschäftsjahr 2026: Umsatz 215,9 Mrd USD, plus 65 Prozent; GAAP-Nettoergebnis 120,1 Mrd USD.
- Ausblick für Q1 Geschäftsjahr 2027: 78,0 Mrd USD Umsatz plus/minus 2 Prozent; keine Annahme von Data-Center-Compute-Umsatz aus China.
- Im Geschäftsjahr 2026 flossen 41,1 Mrd USD über Rückkäufe und Dividenden an Aktionäre zurück; 58,5 Mrd USD Rückkaufermächtigung blieben übrig.
Nvidia hat zur Wochenmitte neue Rekordwerte vorgelegt und zugleich einen Ausblick geliefert, der die geopolitische Unsicherheit explizit in der Prognose abbildet. Für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 (Ende 25. Januar 2026) meldete der Konzern einen Umsatz von 68,1 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Plus von 20 Prozent gegenüber dem Vorquartal und 73 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Im Gesamtjahr 2026 stieg der Umsatz auf 215,9 Milliarden US-Dollar, ein Zuwachs von 65 Prozent.
Der Wachstumsmotor blieb das Data-Center-Geschäft. Nvidia bezifferte den Data-Center-Umsatz im Quartal auf 62,3 Milliarden US-Dollar, 22 Prozent mehr als im Vorquartal und 75 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Daneben wuchsen auch kleinere Sparten: In der Professional-Visualization-Sparte stieg der Quartalsumsatz auf 1,3 Milliarden US-Dollar, und das Automotive-Geschäft erreichte 604 Millionen US-Dollar. Der Konzern verweist dabei auf starke Nachfrage nach der Blackwell-Generation und auf Plattformverschiebungen in Richtung beschleunigtes Rechnen und KI.
Auf der Ergebnisseite blieb die Profitabilität hoch. Die GAAP-Bruttomarge lag im Quartal bei 75,0 Prozent. Das GAAP-Ergebnis je Aktie (verwässert) betrug 1,76 US-Dollar; im Non-GAAP-Ausweis meldete Nvidia 1,62 US-Dollar je Aktie. Für das Gesamtjahr 2026 weist Nvidia eine GAAP-Bruttomarge von 71,1 Prozent und einen GAAP-Gewinn je Aktie von 4,90 US-Dollar aus. In absoluten Zahlen lag das GAAP-Nettoergebnis im Geschäftsjahr bei 120,1 Milliarden US-Dollar.
Für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 stellt Nvidia einen Umsatz von 78,0 Milliarden US-Dollar in Aussicht, mit einer Bandbreite von plus/minus 2 Prozent. Die erwartete GAAP-Bruttomarge liegt bei 74,9 Prozent (Non-GAAP 75,0 Prozent), jeweils mit plus/minus 50 Basispunkten. Auffällig ist ein klarer Satz zur Regionalannahme: In der Prognose wird kein Data-Center-Compute-Umsatz aus China unterstellt. Zusätzlich kündigt Nvidia an, ab dem ersten Quartal 2027 aktienbasierte Vergütungskosten in die Non-GAAP-Kennzahlen einzubeziehen; damit verändern sich Vergleichbarkeit und Brücke zwischen GAAP und Non-GAAP.
Auch die Kapitalrückflüsse bleiben groß. Im Geschäftsjahr 2026 gab Nvidia 41,1 Milliarden US-Dollar über Aktienrückkäufe und Dividenden an Aktionäre zurück. Am Quartalsende waren 58,5 Milliarden US-Dollar unter der bestehenden Rückkaufermächtigung verfügbar. Die nächste Quartalsdividende setzt Nvidia mit 0,01 US-Dollar je Aktie an, zahlbar am 1. April 2026 an Aktionäre mit Stichtag 11. März 2026.
Inhaltlich stellt Nvidia seine Produkt-Roadmap weiter in den Kontext der steigenden Nachfrage nach KI-Rechenleistung. Das Management verweist auf den Übergang zu agentenbasierten Anwendungen sowie auf neue Plattformgenerationen, die Inferenzkosten pro Token deutlich senken sollen. Für Investoren liegt der Fokus in den kommenden Wochen auf zwei Fragen: ob der Ausblick ohne China-Compute konservativ genug ist, um regulatorische Risiken abzubilden, und wie schnell sich Kapazität, Lieferketten und Wettbewerb in den zentralen Data-Center-Segmenten weiterentwickeln.