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Ölpreise ziehen an, nachdem Netanyahu warnt, der Konflikt mit Iran sei nicht vorbei

Marktreaktion: Brent über 104 USD, WTI nahe 95 USD; Marktakteure sehen anhaltende Risiken für die Lieferwege im Nahen Osten

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Titelbild: Ölpreise ziehen an, nachdem Netanyahu warnt, der Konflikt mit Iran sei nicht vorbei
Israels Warnung vor Fortdauer des Konflikts und Trumps Ablehnung eines iranischen Kompromissangebots treiben Ölpreise deutlich nach oben.

Nach Angaben von Marktbeobachtern sind die Ölpreise am Montag deutlich gestiegen, nachdem der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu erklärt hat, der Konflikt mit Iran sei noch nicht beendet. Die internationale Unsicherheit über eine mögliche Eskalation im Nahen Osten rief kurzfristig Kauforders hervor und belastete die Risikoabschätzung für Energieexporte durch die Region.

Die wichtigsten Benchmarks legten kräftig zu: US‑West Texas Intermediate (WTI) für Juni stieg um gut drei Prozent auf rund 95,42 US-Dollar je Barrel, Brent‑Futures für Juli erhöhten sich um etwa 3,16 Prozent auf rund 104,49 US-Dollar je Barrel. Markthändler führten die Rallye auf die politischen Äußerungen Netanyahus sowie die ablehnende Reaktion von US‑Präsident Donald Trump auf ein iranisches Angebot zur Konfliktbeendigung zurück.

Trump bezeichnete die eingegangene Antwort Irans als nicht akzeptabel, wodurch Verhandlungen über eine Entspannung vorerst blockiert wirkten. Zugleich verwiesen Analysten auf operative Risiken in der Region: Ein Suezmax‑Tanker namens Shenlong hatte nach Angaben der Berichte unlängst Aufnahme des Hafens von Mumbai nach der Passage durch die Straße von Hormus vollzogen, ein Hinweis auf die andauernde Bedeutung dieser Route für globale Lieferketten.

Banken und Researchhäuser warnten, dass die Risiken für Ölpreise nach oben schiefen. Citi-Analysten hoben hervor, dass hohe Lagerbestände und SPR‑Freigaben bisher dämpfend wirkten, aber das Timing einer möglichen Wiedereröffnung der Straße von Hormus weiterhin ungewiss sei. Citi geht in einer Basisschätzung von einer teilweisen oder vollständigen Wiederöffnung gegen Ende Mai aus, sieht jedoch signifikante Risiken, dass sich dieses Zeitfenster verlängert oder nur eine partielle Öffnung erfolgt.

Ökonomen und Händler beobachten nun in den kommenden Tagen sowohl weitere politische Äußerungen aus Washington und Jerusalem als auch konkrete Indikatoren für Angebotsstörungen. Sollte die Unsicherheit anhalten oder Sicherheitsvorfälle in der Straße von Hormus zunehmen, drohen nach Einschätzung der Analysten weitere Preisaufschläge auf dem Ölmarkt.