Wizards holen sich No.1-Pick in NBA-Draftlotterie – Dybantsa, Boozer, Peterson und Wilson als Kandidaten
Washington sichert sich zum ersten Mal seit 2010 die Nummer‑1‑Wahl. Utah, Memphis und Chicago folgen; vier College-Rookies gelten als Favoriten.
Nach Angaben der NBA sicherten sich die Washington Wizards am Sonntag den ersten Pick der anstehenden Draft und haben damit erstmals seit der Auswahl von John Wall im Jahr 2010 wieder die Nummer eins. Die Franchise war in dieser Saison mit 17 Siegen und 65 Niederlagen das schwächste Team der Liga und teilte sich mit Brooklyn und Indiana die höchsten Chancen von jeweils 14 Prozent auf den Spitzenplatz.
Zugleich wurde bei der Auslosung in Chicago bekannt, dass Utah das Recht auf den zweiten Pick gewann; Memphis folgt auf Rang drei, Chicago auf Rang vier. Die Los Angeles Clippers besitzen durch einen Trade mit Indiana die fünfte Wahl. Hinter ihnen reihen sich unter anderem Brooklyn, Sacramento und Atlanta in den Top Ten ein. Die Draft beginnt am 23. Juni in New York.
Im Mittelpunkt der Betrachtungen stehen vier College‑Rookies, die als aussichtsreichste Kandidaten für die Nummer eins gelten. BYU‑Guard AJ Dybantsa führte die NCAA mit 25,5 Punkten pro Spiel an; Duke‑Forward Cameron Boozer wurde als Associated Press Spieler des Jahres genannt und verbuchte 22,5 Punkte sowie 10,1 Rebounds. Kansas‑Flügel Darryn Peterson kam auf 20,2 Punkte im Schnitt, und North Carolinas Caleb Wilson erzielte 19,8 Punkte sowie 9,4 Rebounds bei 58 Prozent Trefferquote. Alle vier Spieler waren zur Bekanntgabe in Chicago anwesend.
Die Wizards, deren Franchise in den vergangenen drei Spielzeiten besonders schwach abgeschnitten hat, sehen in der Nummer‑1‑Wahl die Chance, sofortige Qualität hinzuzufügen. Klubikone John Wall war als Repräsentant des Teams bei der Liveshow vor Ort. Gleichzeitig gewinnt die Entscheidung an Bedeutung vor dem Hintergrund geplanter Regeländerungen an der Lotterie, die künftig die Gewinnchancen der schlechtesten Teams reduzieren würden.
Unterdessen steht die Liga vor möglichen Reformen des Lotterie‑Systems: Ein Rahmen sieht vor, die Gewinnwahrscheinlichkeit der drei schlechtesten Teams deutlich zu verringern und die Lotterie auf 16 Mannschaften auszuweiten. Die endgültige Zustimmung der Teambesitzer wird in den kommenden Wochen erwartet; würden die Änderungen angenommen, träten die neuen Regeln voraussichtlich ab der nächsten Saison in Kraft.