Operation Epic Fury: US-geführte Angriffe auf Iran starten, CENTCOM meldet keine US-Opfer
Die US-Streitkräfte haben unter dem Namen Operation Epic Fury in der Nacht auf Samstag Angriffe auf iranische Militärziele begonnen und berichten nach Gegenangriffen von keinen US-Verlusten.
- Operation Epic Fury begann am 28. Februar mit Angriffen auf Kommandozentren, Luftabwehr sowie Raketen- und Drohnenstellungen in Iran.
- CENTCOM spricht von Hunderten abgefangenen iranischen Raketen- und Drohnenangriffen und meldet keine US-Opfer sowie nur geringe Schäden an Einrichtungen.
- Bei einer Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats warnte UN-Generalsekretär Guterres vor einer regionalen Ausweitung und drängte auf Deeskalation.
- Teheran und internationale Hilfsorganisationen berichten von zivilen Opfern, während die US-Seite von militärischen Zielpunkten spricht; unabhängige Bestätigungen sind begrenzt.
- Die Lage bleibt volatil, weil weitere Vergeltungsangriffe auf Stützpunkte, Schifffahrtsrouten und Energieinfrastruktur in der Region möglich sind.
In den frühen Morgenstunden des 28. Februar hat das US Central Command den Beginn der Operation Epic Fury bestätigt. Nach Angaben des Kommandos starteten US- und Partnerkräfte Angriffe auf Ziele in Iran um 1:15 Uhr Ostküstenzeit. Im Fokus standen Einrichtungen der Revolutionsgarden, Luftverteidigungssysteme, Start- und Lagerpunkte für Raketen und Drohnen sowie militärische Flugfelder. Das Militär begründet die Zielauswahl damit, unmittelbare Bedrohungen für US-Kräfte und Verbündete auszuschalten und die iranische Sicherheitsarchitektur zu schwächen.
Auf die erste Angriffswelle folgte nach Darstellung von CENTCOM eine breite iranische Reaktion. Das Kommando spricht von Hunderten abgewehrten Raketen- und Drohnenangriffen auf US-Stellungen und Partner in der Region. Bislang gebe es keine Berichte über US-Tote oder kampfbedingte Verletzungen, Schäden an Installationen seien gering und hätten den laufenden Betrieb nicht beeinträchtigt. Unabhängig überprüfbare Angaben zum Umfang der Abwehr und zu möglichen Treffern außerhalb von US-Anlagen sind im laufenden Konflikt schwer zu erhalten.
Parallel zur militärischen Eskalation rückte die Diplomatie in New York in den Mittelpunkt. Der UN-Sicherheitsrat trat am Samstag zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen, nachdem mehrere Mitgliedstaaten eine Befassung beantragt hatten. UN-Generalsekretär António Guterres warnte vor einem Flächenbrand und forderte einen Stopp der Angriffe. In der Debatte prallten Deutungen zur Rechtslage aufeinander: Die US-Seite verteidigte die Operation als rechtmäßiges Vorgehen zur Gefahrenabwehr und zur Verhinderung einer nuklearen Bewaffnung Irans, während Iran sowie mehrere Staaten die Angriffe als Verstoß gegen die UN-Charta einstuften.
Zu den humanitären Folgen kursieren unterschiedliche Zahlen und Darstellungen. Iranische Stellen und Hilfsorganisationen meldeten Tote und Verletzte unter Zivilisten; zugleich betont Washington, es seien militärische Knotenpunkte priorisiert worden. Auch zur Führungsspitze in Teheran gibt es widersprüchliche Signale: In internationalen Medien war von einem Tod des iranischen Oberhaupts Ali Khamenei die Rede, iranische Vertreter äußerten sich zunächst ausweichend. Für die Einordnung bleibt entscheidend, welche Angaben sich in den kommenden Tagen unabhängig verifizieren lassen.
Für die USA erhöht der Einsatz den Druck, eine klare Zieldefinition und eine Exit-Logik zu benennen. Kurzfristig geht es militärisch um den Schutz von Truppen, Basen und Partnern sowie um die Stabilität der Schifffahrt im Persischen Golf. Mittelfristig entscheidet sich, ob die Operation auf begrenzte Zielsets eingegrenzt bleibt oder in eine länger anhaltende Kampagne übergeht. Die nächsten Stunden gelten als kritisch, weil weitere Vergeltungsschläge, Cyberangriffe und Störungen an Energie- und Transportinfrastruktur die Lage zusätzlich verschärfen könnten.