Papst Leo will Spannungen mit Trump entschärfen und sagt, er wolle nicht mit ihm debattieren
Auf dem Flug nach Angola stellte der Papst klar, seine Kritik an ‚Tyrannen‘ habe sich nicht auf den US‑Präsidenten bezogen; Vizepräsident J.D. Vance begrüßte die Erklärung.
- Papst Leo sagte, eine in Kamerun vorbereitete Rede sei nicht als Angriff auf Präsident Trump gedacht gewesen
- Vance nannte die Klarstellung willkommen.
Nach Angaben des Papstes führten Formulierungen in seiner Rede in Kamerun zu Missverständnissen, die er nun auszuräumen suchte. Auf dem Flug nach Angola, dem dritten Abschnitt seiner zehntägigen Afrikareise, erklärte er auf Englisch, die Berichterstattung über seine bisherigen Äußerungen sei teilweise nicht korrekt wiedergegeben worden und habe zu Fehlinterpretationen geführt.
Im Mittelpunkt seiner Klarstellung stand die Passage, in der er beklagt hatte, die Welt werde von einer ‚Handvoll Tyrannen‘ heimgesucht. Er wies darauf hin, dass die Rede bereits rund zwei Wochen vor bestimmten Äußerungen des US‑Präsidenten vorbereitet gewesen sei und sich nicht gezielt gegen ihn gerichtet habe. Mit dieser Betonung versuchte der Papst, einen öffentlich ausgetragenen Konflikt mit Präsident Donald Trump zu entschärfen.
Zugleich reagierte Vizepräsident J.D. Vance positiv auf die Stellungnahme des Papstes. In einem Post in den sozialen Medien schrieb Vance, er sei dem Papst dankbar für die Klarstellung und wies darauf hin, dass Mediennarrative Konflikte hochspielen könnten, während die Realität oftmals komplexer sei. Seine Reaktion folgte auf die zuvor in den USA aufgekommene Debatte über die Originalformulierung der Rede.
Daneben hatten in der Vorwoche scharfe gegenseitige Kommentare zwischen dem Papst und Präsident Trump für Aufmerksamkeit gesorgt. Kurz vor Beginn der Afrikareise hatte Trump den Papst in sozialen Medien kritisiert und ein dort gepostetes, künstlich erzeugtes Bild, das religiöse Ikonografie aufgriff, ebenfalls breite Diskussionen ausgelöst. Diese Vorfälle trugen zur Zuspitzung der öffentlichen Debatte bei.
Unterdessen versuchte Papst Leo mit der öffentlichen Klarstellung, die Kontroverse zu deeskalieren und die Aufmerksamkeit wieder auf die Friedensbotschaft seiner Reise zu lenken. Die Station Angola ist Teil einer geplanten zehntägigen Rundreise durch mehrere afrikanische Länder; die Bemerkungen an Bord des Flugzeugs waren der jüngste Versuch, Missverständnisse um seine Stellungnahmen auszuräumen.