Papst Leo XIV: Genug vom Krieg! – Scharfe Verurteilung von Macht- und Götzenkult
Während Washington und Teheran in Pakistan Gespräche aufnehmen, wandte sich der Papst in einer Abendandacht in St. Peter eindringlich gegen Macht- und Geldkult und forderte Gebete für Frieden.
Nach Angaben von Augenzeugen und Berichten verurteilte Papst Leo XIV am Samstag in einer Abendandacht in der Petersbasilika den von ihm als delusion of omnipotence bezeichneten politischen Habitus und forderte Staats- und Regierungschefs auf, Verhandlungen und Friedensprozesse zu priorisieren. Er proklamierte ein Ende des Götzenkults des Selbst und des Geldes und nannte die demonstrative Zurschaustellung von Macht eine Gefahr, der entgegengewirkt werden müsse.
Im Mittelpunkt seiner Ansprache stand die moralische Mahnung, wonach der Gebrauch religiöser Rhetorik zur Rechtfertigung von Gewalt inakzeptabel sei. Der Papst machte deutlich, dass das Heilige nicht instrumentalisiert werden dürfe, um Kriege zu legitimieren, und richtete seinen Appell an alle Menschen guten Willens, von ihren politischen Vertretern ein Ende der Kriegshandlungen zu verlangen.
Gleichzeitig betonte er Gebet als konkretes Mittel, um den dämonischen Kreislauf des Bösen zu durchbrechen, und stellte dem Gewaltprinzip das Ideal eines Reiches Gottes entgegen, in dem keine Schwerter, Drohnen oder unrechtmäßiger Profit herrschen. Sein Aufruf verband spirituelle Ermahnung mit einer praktischen Forderung nach Solidarität und zivilem sowie politischem Druck zugunsten von Dialog und Verhandlungen.
Zugleich äußerte der Vatikan deutliches Befremden über die regionale Ausweitung der Kämpfe, namentlich den Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah, und warnte vor den Folgen für christliche Gemeinden im Süden Libanons. Der Papst verband die universale Botschaft vom Frieden mit unmittelbaren Sorgen um die humanitäre Lage in betroffenen Regionen und forderte verantwortliches politisches Handeln zur Deeskalation.
Daneben spiegelte die Anwesenheit religiöser und diplomatischer Vertreter bei der Andacht die internationale Dimension der Krise wider. Der Papst, der seine Kritik in den vergangenen Tagen verschärft hatte, rief dazu auf, statt militärischer Überlegenheit auf Verhandlungen zu setzen und betonte, dass Kriege weder im Namen Gottes noch zum Vorteil von Einzelinteressen geführt werden dürften.