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Papst Leo XIV ruft in erster Osteransprache als Pontifex zu Frieden und Dialog auf

Bei seiner ersten Osterpredigt und dem Urbi‑et‑Orbi‑Segen rief Papst Leo XIV die Mächtigen auf, Waffen niederzulegen und Konflikte durch Dialog zu lösen. Sicherheitsbeschränkungen in Kriegsregionen prägten zugleich die weltweiten Feiern.

Euronews/JKCM 2 Min Lesezeit
Titelbild: Papst Leo XIV ruft in erster Osteransprache als Pontifex zu Frieden und Dialog auf
In Rom forderte Papst Leo XIV am Ostersonntag die Verantwortlichen auf, von Gewalt abzusehen und Begegnung statt Zwang zu suchen.

Nach Angaben von Beobachtern feierte Papst Leo XIV am Ostersonntag seine erste Oster‑Messe als Pontifex und wandte sich anschließend mit einer eindringlichen Friedensbotschaft an die Gläubigen auf dem Petersplatz. Vor mehr als 50.000 Menschen forderte er jene, die Macht über Waffen und Kriege hätten, dazu auf, sich für Frieden zu entscheiden und die Waffen niederzulegen.

Im Mittelpunkt seiner Predigt stand die Überzeugung, dass Frieden nicht durch Zwang, sondern durch Dialog und persönliche Begegnung zu erreichen sei. Der Papst hob die Auferstehung als Prinzip hervor, das Hoffnung schenke und Wege zu Versöhnung und sozialer Gerechtigkeit eröffne. Gleichzeitig warnte er vor der Gefahr, an Gewalt zu gewöhnen und gegenüber Tod und Leid gleichgültig zu werden.

Zugleich spendete Leo XIV den traditionellen Urbi et Orbi‑Segen von der Loggia des Petersdoms, eine Formel, die sich an die Stadt Rom und an die Welt richtet. Die Feier fiel auf den 5. April, den Ostersonntag für Katholiken und Protestanten; orthodoxe Kirchen begehen das Fest in diesem Jahr eine Woche später.

Unterdessen wiesen Berichte auf konkrete Einschränkungen bei Osterfeiern in kriegsbetroffenen Regionen hin. In Jerusalem wurden die Zugänge zur Grabeskirche aus Sicherheitsgründen stark limitiert, und Polizeikontrollen beschränkten die Zahl der Zutrittsberechtigten. Auch in Libanon, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Syrien führten Konflikte und Bedrohungen zu Einschränkungen oder zur Aussetzung öffentlicher Messen.

Daneben verband der Papst theologische Motive mit einer deutlichen politischen Mahnung: Die Auferstehung biete eine Perspektive gegen Tod und Unterdrückung, zugleich fordere sie konkrete Sorge für die Schwächsten und die Ablehnung gewaltsamer Interessendurchsetzung. Seine Botschaft richtete sich damit an politische Akteure mit der moralischen Aufforderung, Konflikte nicht militärisch zu lösen.