Rep. Eric Swalwell weist Vorwürfe sexueller Übergriffe zurück, Unterstützer ziehen sich zurück
Zwei Anschuldigungen aus 2019 und 2024 erschüttern Swalwells Kampagne; Unterstützung aus dem Lager schwindet in entscheidender Phase vor der Vorwahl.
- Der demokratische Kongressabgeordnete bestreitet die Vorwürfe als gezielte Attacke und kündigt rechtliche Schritte an
- mehrere Unterstützer und einflussreiche Demokraten zogen ihre Unterstützung zurück.
Nach Angaben der San Francisco Chronicle hat eine Frau den demokratischen Kongressabgeordneten Eric Swalwell beschuldigt, sie in zwei Fällen sexuell missbraucht zu haben. Die Zeitung berichtet, die Vorfälle hätten sich demnach 2019 und erneut 2024 ereignet; 2019 habe die Frau für Swalwell gearbeitet, und der zweite Vorfall soll sich nach einer Wohltätigkeitsgala abgespielt haben. Sie sagte der Zeitung, bei beiden Gelegenheiten sei sie zu betrunken gewesen, um einvernehmliche sexuelle Handlungen zuzustimmen.
Im Mittelpunkt der Reaktion steht Swalwells klare Zurückweisung der Anschuldigungen. Er bezeichnete die Vorwürfe als falsch und als gezielte Attacke, die kurz vor einer wichtigen Vorwahl erhoben worden seien. Zugleich verwies er auf seine langjährige öffentliche Tätigkeit als Staatsanwalt und Kongressabgeordneter und erklärte, Frauen stets geschützt zu haben. Sein Anwalt bestätigte das Versenden mindestens eines Unterlassungsschreibens und nannte die Vorwürfe grundlos; Swalwell kündigte an, sich mit Fakten zu verteidigen und gegebenenfalls rechtlich vorzugehen.
Nach dem Schritt, dass die Berichte veröffentlicht wurden, zogen mehrere Unterstützer ihre Hilfe zurück. Die California Teachers Association kündigte an, ihre Unterstützung auszusetzen. Auch Senator Adam Schiff nahm seine Empfehlung zurück, und einzelne Kongresskollegen beendeten ihre aktive Rolle im Wahlkampf. Mehrere Mitbewerber forderten Swalwell dazu auf, seine Kandidatur zu überdenken beziehungsweise ganz aufzugeben. Daneben erklärten einige seiner Rivalen ihre Solidarität mit der Frau, die die Vorwürfe erhoben hat, blieben aber uneinheitlich in der Frage eines Rückzugs.
Gleichzeitig fällt die Kontroverse in eine kritische Phase des parteiinternen Wettstreits um das Gouverneursamt: Die Briefwahlunterlagen sollen in weniger als einem Monat verschickt werden, die Vorwahl ist für den 2. Juni angesetzt. Swalwell hatte kurzfristig mehrere Wahlkampfveranstaltungen geplant, sagte jedoch bereits eine Veranstaltung in Palm Springs ab. Weitere Ermittlungen oder unabhängige Bestätigungen der Anschuldigungen wurden in den vorliegenden Berichten nicht genannt.