Republikaner Tony Gonzales kündigt Rücktritt aus dem Kongress an
Der texanische Abgeordnete will sein Mandat niederlegen, nachdem er eine außereheliche Beziehung zu einer ehemaligen Mitarbeiterin eingeräumt und eine mögliche Ausweisung gedroht hatte.
- Gonzales kündigte an, er werde am Dienstag seinen Rücktritt einreichen
- sein Schritt folgt auf eine Ethikuntersuchung und den Tod der ehemaligen Mitarbeiterin.
Nach Angaben hat der texanische Republikaner Tony Gonzales am Montag erklärt, seinen Sitz im US-Repräsentantenhaus aufzugeben. Er schrieb, er werde seine Amtsniederlegung am kommenden Dienstag einreichen, wenn das Parlament wieder zusammentritt, und bezeichnete die Vertretung seiner Wähler als Privileg.
Im Mittelpunkt der Kontroverse steht Gonzales’ Eingeständnis, eine außereheliche Beziehung zu einer seiner Mitarbeiterinnen gehabt zu haben. Die Frau, Regina Ann Santos-Aviles, war im September 2025 tot in ihrem Haus in Uvalde, Texas, aufgefunden worden. Gonzales betonte, er habe seit etwa einem Jahr vor ihrem Tod nicht mehr mit ihr gesprochen und wies jede Verwicklung in ihr tragisches Ableben zurück.
Nach dem Schritt des Abgeordneten hatte das Ethikkomitee des Repräsentantenhauses eine Untersuchung eingeleitet. Die bipartisan geführte Prüfung soll klären, ob Gonzales sexuelle Belästigung gegenüber einer Angestellten begangen oder diskriminierende Praktiken angewandt hat. Zugleich wuchs in Kongresskreisen der Druck, ihn aus dem Amt zu entfernen; mehrere Abgeordnete kündigten formelle Initiativen an, um seine Ausweisung zu prüfen.
Inzwischen hatte Gonzales bereits seine Wiederwahlkampagne beendet, zugleich aber erklärt, bis zum Ende seiner aktuellen Amtszeit bleiben zu wollen. Unklar blieb, ob sein Rücktritt sofort oder zu einem späteren Zeitpunkt wirksam werde; auf Anfragen reagierte zunächst keine Sprecherin des Abgeordneten.
Daneben fiel die Ankündigung zeitlich mit einem weiteren Rücktritt zusammen: Stunden zuvor hatte der Demokrat Eric Swalwell erklärt, er trete ebenfalls von seinem Mandat zurück, nachdem gegen ihn Vorwürfe wegen sexueller Übergriffe und Fehlverhaltens erhoben worden waren. Die parallelen Schritte lösten schnell Debatten im Repräsentantenhaus über Disziplinarmaßnahmen und mögliche Ausweisungsverfahren aus.
Gonzales erklärte öffentlich, sein Verhalten sei ein Fehler gewesen, für den er Verantwortung übernehme, und verwies auf Versöhnung und seinen Glauben. Die bevorstehende Formalisierung seines Rücktritts durch Einreichung am Dienstag markiert das Ende einer kurzen, aber eskalierenden Reihe von Vorwürfen, die seine dritte Amtszeit überschattet haben.