Richter weist Trumps 10‑Milliarden‑Dollar‑Klage gegen Wall Street Journal ab
Donald Trump hatte das Wall Street Journal verklagt, nachdem die Zeitung einen Brief veröffentlichte, den sie Trump 2003 an Jeffrey Epstein zuschrieb; Trump nannte das Schreiben eine Fälschung.
Nach Angaben der Nachrichtenagentur SCMP hat ein US-Gericht die von Donald Trump erhobene Klage gegen das Wall Street Journal abgewiesen. Trump hatte die Zeitung auf 10 Milliarden US-Dollar Schadensersatz verklagt, nachdem diese ein Schreiben publiziert hatte, das sie dem ehemaligen Präsidenten im Jahr 2003 zuschrieb. Der Kläger bezeichnete das Schreiben als Fälschung und bestritt dessen Echtheit.
Im Mittelpunkt der Streitigkeit stand ein Brief an den inzwischen verstorbenen Finanzier Jeffrey Epstein, dessen Veröffentlichung das Blatt zu der Klage veranlasste. Das Wall Street Journal hatte das Schreiben zitiert und berichtet, Trump habe demnach persönlichen Kontakt zu Epstein gepflegt. Trump widersprach dieser Darstellung und argumentierte, das Dokument sei nicht authentisch.
Nach dem Schritt des Gerichts endet das Verfahren gegen die Zeitung in dieser Instanz mit einer Abweisung der Forderung. In der verfügbaren Berichterstattung werden keine ausführlichen Begründungen des Richters wiedergegeben; ebenso fehlen Angaben zu möglichen Rechtsmitteln oder einem weiteren Verfahrensverlauf. Damit ist der von Trump geltend gemachte zivilrechtliche Anspruch gegen das Medium vorerst beendet.
Zugleich hatte die Auseinandersetzung öffentliches Interesse geweckt, weil sie an länger andauernde Debatten über Trumps Verbindungen zu einflussreichen Persönlichkeiten und die Rolle der Medien bei deren Aufarbeitung anknüpft. Konkrete neue Belege zur Echtheit des strittigen Briefes oder eine gerichtliche Feststellung hierzu werden in der vorliegenden Berichterstattung nicht genannt. Ob eine der Parteien Berufung einlegen wird, bleibt unklar; die veröffentlichte Darstellung enthält dazu keine Hinweise.
Daneben berührt die Entscheidung grundsätzliche Fragen zum Umgang mit hochdotierten Schadensersatzforderungen gegen Medien in Veröffentlichungsstreitigkeiten. Konkrete juristische Folgewirkungen oder eine verbindliche rechtliche Einordnung des Urteils werden in der vorliegenden Quelle nicht ausgeführt.