Rory McIlroy verteidigt Masters-Titel und wird nur vierter Spieler mit Titelverteidigung
McIlroy hält in Augusta mit Schlussrunde 71 das Green Jacket erneut; Scottie Scheffler folgt einen Schlag zurück.
Nach Angaben aus Augusta behielt Rory McIlroy am Sonntag in einem spannenden Finale die Nerven und verteidigte seinen Masters-Titel. Der 36-jährige Nordire spielte eine Schlussrunde von 71 Schlägen und beendete das Turnier bei 12 unter Par, einen Schlag vor dem Weltranglistenersten Scottie Scheffler.
Zugleich zeigte McIlroy über die vier Turniertage bemerkenswerte Konstanz. Er hatte sich in den ersten beiden Runden eine komfortable Führung von sechs Schlägen erspielt, geriet am Samstag jedoch unter Druck, als das Feld näher rückte. Am Finaltag löste er Probleme beim Abschlag durch ein taktischeres Vorgehen: weniger Distanz, mehr Präzision, was sich in einem soliden Ein-unter-71 niederschlug und letztlich zum Erfolg reichte.
Daneben prägten die Leistungen der Verfolger die Schlussphase des Turniers. Scottie Scheffler lieferte eine weitgehend konstante Leistung und blieb McIlroy als engster Gegner auf den Fersen. Justin Rose kam mit seinem kämpferischen Auftritt bis auf zehn unter Par, musste aber an den schwierigen Bahnen 11 und 12 entscheidende Schläge hinnehmen und verpasste damit erneut den Gewinn des Green Jackets.
In sporthistorischer Perspektive markiert McIlroys Sieg seinen sechsten Major-Titel; damit zieht er mit dem Engländer Sir Nick Faldo gleich. Beobachter hoben hervor, dass der erste Triumph im Vorjahr dem Nordiren offenbar mehr Selbstvertrauen verschafft hat, sodass er diesmal freier und abgeklärter auftrat. McIlroy selbst sprach von Beharrlichkeit, die sich auf dem anspruchsvollen Parcours von Augusta National ausgezahlt habe.
Gleichzeitig unterstrich dieser Erfolg die Seltenheit einer Titelverteidigung beim Masters: Mit dem erneuten Triumph reiht sich McIlroy in eine kleine Gruppe von Spielern ein, die den Green Jacket in aufeinanderfolgenden Jahren gewinnen konnten. Das Turnier bot erneut dramatische Wendungen und bestätigte McIlroys Fähigkeit, Drucksituationen zu meistern und auf den entscheidenden Löchern die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Inzwischen wird von diesem Masters vor allem die Kombination aus Anfangsdominanz und nervenstarker Schlussphase in Erinnerung bleiben. McIlroy zeigte, wie er aus früheren Erfahrungen gelernt hat: Geduld, Anpassungsfähigkeit und präzise Schläge zur richtigen Zeit führten am Ende zum Erfolg und zur erfolgreichen Titelverteidigung.