San Diego Padres sollen für rekordverdächtige 3,9 Mrd. USD an Clearlake-Mitgründer verkauft werden
Gruppe um José E. Feliciano und Kwanza Jones gilt als erfolgreicher Bieter; Preis läge weit über dem bisherigen MLB‑Rekord.
Nach Angaben mehrerer Medien steht der Verkauf der San Diego Padres an eine Gruppe um José E. Feliciano, Mitbegründer von Clearlake Capital, und seine Ehefrau Kwanza Jones unmittelbar bevor. Das Angebot der Gruppe soll bei 3,9 Milliarden US‑Dollar liegen und würde damit den bisher höchsten Preis für eine Major League Baseball‑Franchise deutlich übertreffen.
Im Mittelpunkt der Verhandlungen standen konkurrierende Gebote mehrerer prominenter Investoren. Zu den Berichten zufolge verbliebenen Finalisten zählten unter anderem Dan Friedkin, Tom Gores und Joe Lacob; die Gruppe um Feliciano gilt als führend. Clearlake und Feliciano halten bereits bedeutende Anteile an Chelsea FC und sind damit bereits in der Sportbranche stark engagiert.
Zugleich ist der Abschluss des Verkaufs noch nicht endgültig. Für das Zustandekommen bedarf es der Zustimmung von mindestens 75 Prozent der 30 MLB‑Eigentümer. Medienberichte zeichnen jedoch ein Bild, in dem die Parteien auf eine Einigung zusteuern und die abschließenden Schritte der Zustimmung und Formalisierung anstehen.
Nach dem Schritt, den Verkauf einzuleiten, hatte sich eine umfangreiche und konfliktgeladene Auseinandersetzung innerhalb der Seidler‑Familie entfaltet. Der Prozess begann nach dem Tod von Padres‑Chair Peter Seidler im Jahr 2023 und mündete in juristische Auseinandersetzungen innerhalb der Familie. Sheel Seidler hatte gerichtliche Schritte gegen Familienmitglieder eingeleitet, zog den Großteil ihrer Ansprüche später aber zurück. Derzeit fungiert John Seidler als Kontrollperson des Teams.
Daneben würde ein Verkauf zu diesem Preis eine neue Benchmark für Franchise‑Verkäufe in der Liga setzen. Der mögliche Rekordwert hatte bereits Diskussionen über die Auswirkungen auf Lohnverhandlungen und Bewertungen innerhalb der MLB ausgelöst. Für die Padres wäre ein Eigentümerwechsel zugleich das Ende einer längeren, öffentlich ausgetragenen Phase der Unsicherheit um die Führung des Klubs.
Inzwischen bleibt abzuwarten, wie schnell die formalen Zustimmungen der Liga und der Eigentümer eingeholt werden können. Sollte die Transaktion bestätigt werden, wäre sie nicht nur ein finanzieller Meilenstein, sondern auch ein Schlusspunkt unter einen mehrjährigen internen Streit um die Kontrolle über das Team.