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Slack-Nachrichten werfen University of Michigan-Regent Jordan Acker obszöne Kommentare vor

Die Enthüllung über mutmaßlich sexuelle und herabwürdigende Slack-Nachrichten fällt nur Tage vor einer richtungsweisenden Parteiwahl um zwei Sitze im Board of Regents der Universität.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Slack-Nachrichten werfen University of Michigan-Regent Jordan Acker obszöne Kommentare vor
Nach Angaben des Guardian stammen Slack-Einträge aus 2020/2021, die Acker zugeordnet werden und sexualisierte Kommentare über eine demokratische Strategin sowie eine Studentin enthalten sollen.

Nach Angaben umfassen Slack-Nachrichten, die einer Gruppe zugeordnet wurden, obszöne sexuelle Kommentare und herabsetzende Bemerkungen, denen University of Michigan-Regent Jordan Acker zugeschrieben werden. In den Beiträgen werden demnach eine namentlich bekannte demokratische Strategin in sexualisierter Weise beschrieben sowie abwertende Äußerungen und ein Foto einer Studentin und ihrer Freundinnen geteilt. Die Quelle der Chat-Auszüge ordnet die Einträge Acker zu and verweist auf Postings aus den Jahren 2020 und 2021.

Im Mittelpunkt der Veröffentlichung steht die zeitliche Nähe zu einer parteiinternen Entscheidung: Nur wenige Tage vor einer landesweiten Delegiertenversammlung der Demokraten in Michigan, bei der zwei Kandidaten für die offenen Regents-Sitze nominiert werden sollen, gelangten die Nachrichten an die Öffentlichkeit. Das Rennen um die Aufsicht über die Universität, das sonst wenig Beachtung findet, ist in diesem Jahr besonders umkämpft. Acker gilt als profilierter, pro-israelischer Hardliner an der Hochschule und hatte sich öffentlich gegen pro-palästinensische Proteste positioniert.

Gleichzeitig rückt Ackers bisheriges Vorgehen gegen protestierende Studierende erneut in den Blick. Er hatte juristische Schritte unterstützt, die zu ungewöhnlichen Anklagen und einer umfangreichen verdeckten Überwachung führten; diese Maßnahmen wurden später nach Berichterstattung eingestellt. Acker steht als amtierender Regentenmitglied zur Wiederwahl und genießt Rückhalt in Teilen des parteiöffentlichen Establishments, darunter auch bei einigen Gewerkschaften und prominenten Demokraten.

Sein Anwalt bezweifelte die Echtheit der vorgelegten Slack-Screenshots und erklärte, Acker habe nie Slack genutzt. Auf die Frage, ob Acker die Zuschreibung der Nachrichten ausdrücklich bestritten habe, antwortete der Anwalt mit einer Aussage, die weder als eindeutige Bestätigung noch als klarer Widerruf gewertet werden könne. Direkte Stellungnahmen Ackers selbst oder formelle Reaktionen der Universität wurden bislang nicht dokumentiert.

Daneben hat der Vorfall das Rennen um die Regents-Sitze zusätzlich polarisiert. Zu den Herausforderern zählt Amir Makled, ein progressiver Verteidiger, der einige der protestierenden Studierenden vertreten hatte; er bezeichnete die Nachrichten als verwerflich, falls deren Authentizität bestätigt werde. Die Delegiertenentscheidung im April wird entscheidend dafür sein, welche beiden Kandidaten im November auf dem Stimmzettel stehen und damit die Zusammensetzung des Aufsichtsgremiums maßgeblich prägen.