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Starbucks startet Beta‑App in ChatGPT zur Entdeckung neuer Getränke

Starbucks integriert eine Beta‑App in ChatGPT, um Kunden bei der Auswahl neuer Getränke zu inspirieren; Bezahlung und Treuefunktionen laufen weiter über die Starbucks‑App oder Website.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Starbucks startet Beta‑App in ChatGPT zur Entdeckung neuer Getränke
Starbucks will Kunden im Moment der Inspiration abholen und nutzt dazu ChatGPT, behält den Abschluss der Bestellung aber in eigener App, um das Loyalitätsprogramm zu steuern.

Nach Angaben von Starbucks steht ab sofort eine Beta‑App in ChatGPT zur Verfügung, die Nutzerinnen und Nutzern bei der Entdeckung neuer Getränke helfen soll. Wer die Funktion nutzen will, muss die Starbucks‑App im App‑Verzeichnis von ChatGPT aktivieren und seine Eingabe mit der Kennzeichnung @Starbucks beginnen, um Vorschläge und Anregungen zu erhalten.

Im Mittelpunkt der Integration steht die Möglichkeit zur Personalisierung: Anwender können vorgeschlagene Getränke anpassen, Zutaten ändern und sogar einen gewünschten Abholort auswählen. Der letzte Schritt — die Bezahlung sowie das Sammeln von Treuepunkten — bleibt jedoch in der Starbucks‑App oder auf der Starbucks‑Website verankert, ein bewusster Schritt, um das Loyalitätsprogramm und die Abwicklung der Bestellungen zentral zu halten.

Nach dem Schritt verfolgt Starbucks das Ziel, Kundinnen und Kunden genau in dem Moment zu erreichen, in dem sie ein Gefühl, eine Stimmung oder eine Geschmacksrichtung äußern, statt sie klassisch ein Menü durchblättern zu lassen. Die ChatGPT‑Beta ergänzt bestehende digitale Angebote zur Getränkefindung, darunter Trendkategorien und das sogenannte Secret Menu innerhalb der Starbucks‑App.

Zugleich ist dieser Vorstoß Teil der »Back to Starbucks«‑Strategie, mit der das Unternehmen die Kundenfrequenz in seinen US‑Cafés stärken will. Im Zuge dieser Initiative hat Starbucks bereits Sitzplätze wieder eingeführt, das Angebot gestrafft und das Treueprogramm neu geordnet; zuletzt meldete die Kette wieder steigende Transaktionen nach zurückliegenden Verkehrsrückgängen.

Daneben ist die ChatGPT‑Beta nicht die erste Anwendung generativer KI bei Starbucks: Im Vorjahr brachte das Unternehmen mit Microsofts Azure‑OpenAI‑Plattform eine KI‑Assistenz für Baristas auf den Weg. Andere große Händler und Plattformen testen ebenfalls Handelsfunktionen in ChatGPT‑Schnittstellen, was das Interesse am Kanal für Commerce‑Funktionen verdeutlicht.

Unterdessen bleibt die praktische Nutzung für Kundinnen und Kunden klar abgegrenzt: Die Chatbot‑Integration dient primär als Inspirations‑ und Konfigurationswerkzeug, während Zahlvorgang, Treuegutschrift und finale Bestellabwicklung bewusst außerhalb der ChatGPT‑Schnittstelle abgewickelt werden.