Starker Tornado in Nordtexas tötet mindestens eine Person – Hunderte Hausbesitzer betroffen
Ein sehr starker Tornado traf Wise County am späten Samstagabend und zerstörte zahlreiche Häuser; zeitgleich wüten in Südost-Georgia Großbrände, die Hunderte Gebäude zerstört haben.
- Wise County meldet mindestens eine Tote, mehrere Verletzte und Dutzende obdachlose Familien
- die Unwettergefahr bleibt in Teilen des Südens und Mittleren Westens der USA erhöht.
Nach Angaben lokaler Behörden tötete ein sehr starker Tornado in der Nacht auf Sonntag mindestens eine Person im Norden von Texas. Der Wirbelsturm erreichte Wise County gegen 22 Uhr Ortszeit und richtete erhebliche Schäden in mehreren Wohnvierteln an, meldeten Einsatzkräfte vor Ort.
Im Mittelpunkt der Rettungsarbeiten standen die Versorgung Verletzter und die Suche nach Verschütteten: Sechs Menschen wurden mit sturmbedingten Verletzungen behandelt oder in Krankenhäuser gebracht, und mindestens 20 Familien wurden vorläufig obdachlos gemeldet, nachdem zahlreiche Häuser schwer beschädigt worden waren. Der Wise County Judge JD Clark bestätigte die Todesfolge am Sonntagmorgen und beschrieb die Lage als ernst.
Nach dem Schritt warnte der National Weather Service davor, dass sich die schweren Wetterbedingungen in den kommenden Tagen fortsetzen könnten und örtlich mit Sturzfluten zu rechnen sei. Meteorologen verzeichneten in der vergangenen Woche mehr als 30 Tornados und über 230 Hagelmeldungen in Teilen des zentralen US-Gebiets, wodurch weite Regionen des Südens und Mittleren Westens weiterhin gefährdet bleiben.
Zugleich wüten in Südost-Georgia mehrere großflächige Waldbrände, die bereits mehr als 40.000 Acres (rund 16.000 Hektar) verbrannt und etwa 120 Häuser zerstört haben. Der als Highway-82-Brand bezeichnete Großbrand brennt seit dem 20. April, hatte sich bis Sonntag auf rund 20.933 Acres ausgedehnt und war nur zu etwa sieben Prozent eingedämmt.
Inzwischen geht eine staatliche Untersuchung davon aus, dass der Highway-82-Brand möglicherweise durch einen auf Stromleitungen getriebenen Mylar-Partyballon ausgelöst wurde. Ein weiterer großer Brand, der Pineland Road Fire auf privatem Forstland nahe der Grenze zu Florida, begann nach Angaben der Behörden offenbar, als beim Schweißen Funken auf trockenes Unterholz übersprangen; dieser Brand breitete sich auf rund 31.976 Acres aus und war zu etwa zehn Prozent eingedämmt.
Gleichzeitig erschweren Dürrebedingungen, starke Winde und bereits geschädigte Bestände die Brandbekämpfung in Georgia. Feuerwehrkräfte kämpfen an mehreren Schauplätzen, während für betroffene Städte Luftqualitätswarnungen ausgegeben wurden. Bewohner in den von Tornados und Bränden bedrohten Regionen wurden aufgerufen, Warnungen ernst zu nehmen und Vorsorge zu treffen.