The Walt Disney Co. beginnt Entlassungswelle von rund 1.000 Stellen
Neuer CEO Josh D’Amaro ordnet umfassende Stellenkürzungen an; betroffen sind traditionelle TV‑Geschäfte, das Filmstudio sowie Produkt‑ und Technologieeinheiten.
Nach Angaben des Unternehmens hat The Walt Disney Co. am Dienstag mit einer Entlassungswelle begonnen, die rund 1.000 Stellen weltweit betreffen soll. Die Maßnahme steht im Zusammenhang mit einer bereits im Januar erfolgten Zusammenlegung der Marketing‑Division und ist Teil einer breiter angelegten Umstrukturierung, mit der das Management operative Abläufe straffen will.
Im Mittelpunkt der Kürzungen stehen die traditionellen Fernsehgeschäfte des Konzerns, darunter ESPN, sowie das Filmstudio. Zugleich sollen auch Mitarbeiter in Produkt‑ und Technologieeinheiten sowie in bestimmten Konzernfunktionen betroffen sein, wie die Unternehmensleitung mitteilte. Die Entscheidungen zielen demnach darauf ab, die Organisation agiler zu machen und stärker auf technologische Anforderungen auszurichten.
Nach dem Schritt, Josh D’Amaro hatte im Februar die Nachfolge von Bob Iger als Chief Executive angetreten, betonte die Geschäftsführung, dass das Unternehmen fortlaufend Möglichkeiten zur Verschlankung prüfe, um Kreativität und Innovation langfristig zu sichern. D’Amaro leitete zuvor die Park‑ und Erlebnisgeschäftssparte und steht seit 1998 im Dienst des Konzerns. Die nun angekündigten Kürzungen folgen damit auf frühere Einschnitte, sollen aber deutlich kleiner ausfallen als die Entlassungsrunde nach Igers Rückkehr.
Daneben erinnert die Maßnahme an einen breiteren Trend in der US‑Unterhaltungsbranche, in dem in letzter Zeit mehrere große Studios Stellen gestrichen haben. So verzeichneten andere Unternehmen der Branche in den vergangenen Monaten umfangreiche Personalabbauten. Diese Entwicklungen spiegeln Strukturanpassungen in Medien und Unterhaltung wider und markieren einen weiteren Konsolidierungsschritt für den Konzern.
Unterdessen beschäftigte der Konzern Ende 2025 nach eigenen Angaben rund 230.000 Menschen; die diesmal angekündigten Kürzungen sind im Volumen deutlich geringer als die rund 8.000 Stellen, die bei früheren Umstrukturierungen gestrichen wurden. Die Unternehmensführung sieht die aktuellen Maßnahmen als Teil einer kontinuierlichen Überprüfung organisatorischer Strukturen, um das Unternehmen für künftige Herausforderungen zu positionieren.