Tiger Woods fehlt beim Masters nach DUI‑Arrest – Jason Day kritisiert Entscheidung zu fahren
Bodycam‑Aufnahmen zeigen Aussagen von Tiger Woods nach einem Unfall in Florida; Beamte fanden Schmerztabletten, Spieler verweigerte Urintest.
Nach Angaben von Behörden in Florida erschien Tiger Woods nicht beim Masters, nachdem er am 27. März auf Jupiter Island mit seinem Geländewagen verunglückte und anschließend wegen des Verdachts auf Trunkenheit am Steuer festgenommen wurde. In freigegebenen Bodycam‑Aufnahmen ist zu sehen, wie Woods bei der Festnahme sein Telefon hervorholt und einem Beamten sagt, er habe gerade mit dem Präsidenten gesprochen.
Bei der Verkehrskontrolle stellten die Beamten zwei Schmerztabletten in Woods’ Tasche sicher. Die Ermittler stuften den 50‑jährigen Profi nach dem Fahrzeugüberschlag als beeinträchtigt ein. Woods verweigerte laut Angaben einen Urintest und wurde daraufhin kurzzeitig in Gewahrsam genommen.
Zugleich hatte die Festnahme direkte Folgen für das Turniergeschehen in Augusta: Woods fehlte beim Traditionsereignis. Auf dem Gelände äußerte der frühere Weltranglistenerste Jason Day Verständnis für Woods als Mensch, übte aber deutliche Kritik an dessen Entscheidung, unter Einfluss zu fahren. Day nannte das Verhalten teils egoistisch, weil dadurch auch andere gefährdet würden, und machte Woods’ starke Willensart als möglichen Grund dafür verantwortlich, trotz Problemen ans Steuer gegangen zu sein.
Woods war bereits im Vorjahr nicht beim Masters, damals wegen einer Verletzung an der Achillessehne. Nach der aktuellen Festnahme legte er zunächst einen nicht‑schuldig‑Einspruch in den Gerichtsverfahren ein und beantragte später, eine Behandlung außerhalb der USA durchführen zu dürfen; diesem Antrag wurde stattgegeben.
Der Vorfall hat in der Golfwelt Diskussionen über Vorbildfunktion und persönliche Verantwortung ausgelöst. Reaktionen von Kollegen und Beobachtern reichten von Besorgnis bis zu Kritik, während die rechtlichen Schritte und Ermittlungen weiterlaufen. Konkrete Angaben zu möglichen strafrechtlichen Konsequenzen oder zu einem detaillierten Behandlungsplan sind in den veröffentlichten Aufnahmen und Mitteilungen nicht enthalten.