Trump dreht von Vernichtungsdrohung zu zweiwöchigem Waffenstillstand mit Iran
Innerhalb eines Tages drehte Präsident Trump von einer Drohung zur Zustimmung zu einer 14-tägigen Waffenruhe, nachdem Teheran ein für ihn akzeptables Konzept präsentiert hatte und Vermittler, darunter Pakistan, an einer Deeskalation arbeiteten.
Nach Angaben der AP vollzog Präsident Donald Trump innerhalb eines Tages eine scharfe Kehrtwende: Zunächst hatte er dem Iran mit Vernichtung gedroht, im Verlauf des Tages aber erklärt, Teherans Führung habe ein brauchbares Konzept vorgelegt, das ihn dazu brachte, einem 14-tägigen Waffenstillstand zuzustimmen. Der Schritt kommt nach fast sechs Wochen militärischer Auseinandersetzungen zwischen den beiden Ländern.
In einer Mitteilung in den Sozialen Medien schrieb Trump, die USA hätten ihre militärischen Ziele bereits erreicht und stünden kurz vor einer endgültigen Vereinbarung für einen langfristigen Frieden mit Iran. Die Ankündigung erfolgte ungefähr 90 Minuten vor einer von ihm gesetzten Frist, innerhalb derer Teheran die Straße von Hormus für den Schiffsverkehr öffnen sollte; andernfalls hatte er Angriffe auf Kraftwerke und kritische Infrastruktur angedroht.
Zugleich arbeiteten Vermittler, angeführt von Pakistan, offenbar mit Nachdruck daran, eine weitere Eskalation zu verhindern. Auch China habe sich nach Angaben von Insidern still beteiligt und versucht, einen Weg zu einem Waffenstillstand zu finden. Die Vereinbarung soll eine vorläufige Entspannung schaffen und als Ausgangspunkt für weitere Verhandlungen dienen.
Die innenpolitischen Reaktionen fielen deutlich aus: Demokratische Abgeordnete verurteilten Trumps frühere Formulierungen, mit denen er angeblich die Auslöschung einer gesamten Zivilisation in Aussicht gestellt habe, als moralisches Versagen. Gleichzeitig warnte Papst Leo XIV. davor, zivile Infrastruktur anzugreifen, und bezeichnete entsprechende Drohungen als völkerrechtswidrig und inakzeptabel.