Trump droht mit Änderung des US‑UK‑Handelsabkommens und bezeichnet Beziehungen als in «traurigem Zustand»
Trump kritisiert die britische Regierung wegen mangelnder Unterstützung im Iran‑Konflikt und stellt die Fortdauer des 2025 geschlossenen Handelsabkommens infrage.
- Trump: Abkommen sei besser, als ich hätte müssen, könne aber jederzeit geändert werden
- scharfe Vorwürfe gegen Starmer und die Regierung wegen Iran‑Politik.
Nach Angaben des Weißen Hauses hat US‑Präsident Donald Trump in einem Interview mit Sky News angedeutet, er könne das im vergangenen Jahr mit dem Vereinigten Königreich geschlossene Handelsabkommen wieder aufkündigen oder ändern. Er erklärte, das Abkommen sei besser, als ich hätte müssen, fügte jedoch hinzu, es könne immer geändert werden und kritisierte zugleich die britische Regierung wegen ihres Verhaltens im Zuge des Iran‑Konflikts.
Im Mittelpunkt von Trumps Vorwürfen stand die Behauptung, Großbritannien sei in kritischen Momenten nicht zur Unterstützung bereit gewesen. Er bezeichnete die sogenannte special relationship als in einem traurigen Zustand und wiederholte, London sei seiner Ansicht nach weder in Zeiten der Not noch darüber hinaus verlässlich gewesen. Die Äußerungen machte Trump laut dem Interview über sein persönliches Mobiltelefon.
Daneben stießen Trumps Aussagen in London auf deutliche Zurückweisung. Ein Sprecher von Premierminister Keir Starmer wies die Schilderung zurück und verwies auf die engen Verbindungen zwischen beiden Ländern in Handel, Diplomatie, Sicherheit und Kultur. Die britische Regierung habe die Vereinbarung finanziell als Beleg enger Partnerschaft mit den USA dargestellt und betont, die Beziehung sei größer als einzelne Konflikte.
Gleichzeitig haben Trumps Vorwürfe und die Drohung, das Handelsabkommen zu verändern, die politischen Spannungen verschärft. Britische Minister äußerten bereits Verärgerung über die wirtschaftlichen Auswirkungen der militärischen Aktionen der USA in der Region und warnten vor möglichen Belastungen für Wachstum und Energiepreise, die das Land stärker treffen könnten als andere Industriestaaten. Die jüngsten Äußerungen verschärfen damit die Debatte über die Stabilität der transatlantischen Beziehungen.