Trump ordnet Blockade iranischer Häfen im Persischen Golf an
Die US-Regierung will den Zugang zu iranischen Häfen im Persischen Golf sperren, um Teherans Ölexporte zu unterbinden; die Anordnung gilt gegenüber Schiffen aller Nationalitäten und wird als ‚close blockade‘ bezeichnet.
- Washington kündigt eine ‚close blockade‘ gegen iranische Häfen an
- US-CENTCOM benennt die Küstengewässer im Arabischen Golf und im Golf von Oman als Einsatzraum.
Nach Angaben aus Washington hat Präsident Donald Trump eine Blockade iranischer Häfen im Persischen Golf angeordnet. Die Maßnahme war zunächst in den sozialen Medien angekündigt und trat nach Ablauf einer von Trump gesetzten Frist in Kraft, wie in der Berichterstattung dargestellt wurde.
US Central Command präzisierte, die Blockade richte sich gegen Schiffe aller Nationen, die iranische Häfen und Küstengebiete im Arabischen Golf und im Golf von Oman anlaufen oder verlassen. Damit umfasst die Anordnung nach Angaben aus dem Verteidigungsumfeld alle iranischen Häfen in diesen Meeresgebieten.
Im Mittelpunkt der Operation steht nach Einschätzung von Fachleuten das Konzept einer sogenannten ‚close blockade‘, deren Zweck darin besteht, Schiffe am Ein‑ und Auslaufen aus den Häfen zu hindern und so die Einnahmen aus Iran‑Exporten, vor allem Ölverkäufen, zu unterbinden. Experten sehen darin ein Mittel, Druck auf die iranische Führung auszuüben und zugleich die freie Schifffahrt in der Straße von Hormuz wiederherzustellen.
Zugleich erwarten Fachleute, dass die Einsätze Boarding‑Aktionen und Kontrollen von Tankern umfassen könnten. Ehemalige Pentagon‑Beamte nannten dabei als wahrscheinliche Methoden den Einsatz von Hubschraubern für Boardings; auch das Festsetzen von Schiffen, wie es aus früheren Blockadeoperationen bekannt ist, wurde als möglich erachtet.
Iran gehört zu den größeren Ölproduzenten weltweit und verantwortet nach verfügbaren Angaben rund vier Prozent der globalen Fördermenge; ein erheblicher Teil dieser Exporte geht an China. Ziel der US‑Maßnahme ist demnach, den finanziellen Nutzen aus diesen Exporten abzuschneiden, um die iranische Führung zu wirtschaftlichem Einlenken zu bewegen.
Die Anordnung stellt eine deutliche Eskalation nach einer zweiwöchigen Feuerpause dar und folgt dem Scheitern von Verhandlungen zwischen US‑Vertretern und Iran. Konkrete Berichte über erste Boardings oder Beschlagnahmungen lagen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht vor.