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Trump startet ungewöhnliche Rundumschlag gegen Papst Leo nach Friedensappell

US‑Präsident Donald Trump attackiert Papst Leo scharf: Er bezeichnet ihn als «sehr liberal», wirft ihm Schwäche in der Innenpolitik und Fehler in der Außenpolitik vor. Die Äußerungen folgten auf Papstkommentare zum Krieg im Nahen Osten.

SCMP 2 Min Lesezeit
Titelbild: Trump startet ungewöhnliche Rundumschlag gegen Papst Leo nach Friedensappell
Trump wirft dem Papst vor, sich dem «Radikalen Linken» anzubiedern und kritisiert dessen Einordnung des Iran-Konflikts.

Nach Angaben der Berichterstattung richtete US‑Präsident Donald Trump am Sonntagabend eine ungewöhnlich scharfe öffentliche Kritik an Papst Leo. In einem ausführlichen Beitrag in sozialen Medien bezeichnete er den in den USA geborenen Pontifex als «sehr liberal» und erklärte, er halte ihn nicht für eine gute Führungspersönlichkeit.

Gleichzeitig setzte Trump seine Angriffslinie nach dem Ausstieg aus dem Flugzeug fort und äußerte sich vor Reportern auf dem Tarmac. Er forderte den Papst indirekt dazu auf, sich nicht dem «Radikalen Linken» anzubiedern, und bemängelte dessen Einschätzung internationaler Konflikte; damit verband er politische Kritik mit deutlichen Werturteilen zur Führungskompetenz des Kirchenoberhaupts.

Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung steht eine konkrete Meinungsverschiedenheit: Papst Leo hatte über das Wochenende gesagt, eine «Wahnvorstellung von Allmacht» trage zur Eskalation des US‑Israel‑Kriegs im Iran bei. Trumps Reaktion richtete sich ausdrücklich gegen diese Einordnung; in seinem Post schrieb er, der Papst sei «WEAK on Crime, and terrible for Foreign Policy» und fügte hinzu, er wünsche sich keinen Papst, der eine iranische Nuklearwaffe offenbar tolerieren könne.

Zugleich unterbricht dieser öffentliche Schlagabtausch etablierte politische Konventionen. Es ist selten, dass ein amtierender US‑Präsident das Oberhaupt der katholischen Kirche in so direkter und scharfer Form angreift; die Kommunikation erfolgte sowohl über soziale Medien als auch in persönlichen Statements am Flughafen, was die Deutlichkeit der Konfrontation verstärkte.

Daneben betont Trumps Wortwahl die politischen und sicherheitspolitischen Differenzen, die aus den jüngsten Kommentaren zum Krieg und zur Rolle der USA auf der Weltbühne erwachsen. Solche direkten Gegensätze zwischen einem Papst und einem US‑Präsidenten gelten als ungewöhnlich und unterstreichen die Schärfe der öffentlichen Debatte.