Trump verschiebt erneut Frist für Iran und droht mit Zerstörung von Infrastruktur
US‑Präsident verschob Fristen mehrfach, Iran lehnte den jüngsten Waffenstillstandsvorschlag ab; UN warnt vor Angriffen auf zivile Infrastruktur.
Nach Angaben der Nachrichtenagentur AP hat US‑Präsident Donald Trump die Frist für Iran erneut nach hinten verlegt und erklärt, Dienstagabend sei die endgültige Grenze für eine Einigung oder die Wiedereröffnung der Straße von Hormus. Damit setzte er eine Reihe früherer Termine fort, die er in den vergangenen Wochen mehrfach verschoben hatte.
Zugleich verschärfte Trump seine Rhetorik und drohte mit gezielten Angriffen auf iranische Einrichtungen, sollten die Verhandlungen scheitern. Er sagte demnach, bei einem Scheitern gebe es keine Brücken, keine Kraftwerke und »keine Anything mehr«. Iran wies den jüngsten Vorschlag für einen Waffenstillstand ab, wie die staatliche iranische Nachrichtenagentur IRNA meldete.
Im Mittelpunkt der internationalen Reaktionen steht eine Mahnung der Vereinten Nationen: UN‑Generalsekretär António Guterres warnte die US‑Regierung vor Angriffen auf zivile Infrastruktur, die nach internationalem Recht verboten seien. Das UN‑Sekretariat äußerte Besorgnis über die ins Visier genommenen Ziele, während Trump gegenüber Reportern erklärt haben soll, er sei nicht besorgt, dadurch möglicherweise Kriegsverbrechen zu begehen.
Nach dem Schritt, die Frist erneut zu verlängern, betont die Berichterstattung Trumps wechselhafte Vorgehensweise: In den Wochen zuvor hatte er mehrfach Termine angesetzt, verschoben und zugleich Drohungen gegen iranische Energieinfrastruktur formuliert. Am 21. März etwa setzte Trump über soziale Medien eine 48‑Stunden‑Frist, forderte die vollständige Öffnung der Straße von Hormus und kündigte Angriffe auf Kraftwerke an, verschob diese Drohungen später jedoch bedingt von Verhandlungsfortschritten.
Zugleich zeichnet die Chronik ein Bild abrupt wechselnder Rhetorik: Angedrohte Bombardements iranischer Kraftwerke, Ölquellen und anderer Anlagen wurden zeitweise ausgesetzt oder an den Fortgang von Gesprächen gekoppelt. Nach AP‑Angaben führte dies bislang nicht zu einer dauerhaften Einigung, was die jüngste Fristverschiebung und die erneute Eskalationsdrohung zur Folge hatte.
Die unmittelbaren Auswirkungen der jüngsten Androhungen bleiben offen: Bis zur gesetzten Frist am Dienstagabend meldeten Beobachter und beteiligte Seiten keine bestätigte Einigung. Internationaler Druck und juristische Warnungen unterstreichen die Risiken für Zivilisten und kritische Infrastruktur, sollte es zu gezielten Angriffen kommen.