Union Berlin ernennt Marie‑Louise Eta zur Interimstrainerin
Nach einer Negativserie trennt sich Union von Steffen Baumgart und setzt mit Marie‑Louise Eta auf eine interne Übergangslösung bis Saisonende.
Nach Angaben des Klubs hat Union Berlin Marie‑Louise Eta bis zum Saisonende zur Interimstrainerin der Profimannschaft ernannt. Der Schritt folgte der Entlassung von Steffen Baumgart nach der 1:3‑Niederlage gegen den Tabellenletzten FC Heidenheim am vergangenen Samstag und soll der Mannschaft kurzfristig neuen Impuls geben.
Union belegt in der 18‑Teams‑Bundesliga den 11. Rang und hält einen Vorsprung von elf Punkten auf die direkten Abstiegsplätze, befindet sich jedoch sportlich in einer schwierigen Phase. In den bisherigen Ligaauftritten 2026 gelang dem Team nur zweimal ein Sieg in 14 Spielen, weshalb die Klubverantwortlichen einen Neuanfang als notwendig erachteten.
Der für den Männerfußball zuständige Sportdirektor Horst Heldt begründete die Entscheidung mit der anhaltend enttäuschenden Form der Mannschaft in der zweiten Saisonhälfte. Er betonte, die gezeigten Leistungen gäben derzeit nicht die nötige Sicherheit, um eine Trendwende zu erwarten, und daher sei ein sportlicher Neuanfang erforderlich.
Eta selbst hob die sportliche Herausforderung hervor und verwies auf die enge Lage im Tabellenkeller: Mit Blick auf die verbleibenden fünf Partien sei die Ausgangslage noch nicht geklärt. Sie dankte dem Klub für das Vertrauen und nannte den Zusammenhalt im Team als eine Stärke, auf die es nun ankomme, um die entscheidenden Punkte zu holen.
Die Ernennung markiert einen Bruch mit bisherigen Gepflogenheiten im Profifußball: Eta wird damit die erste Frau, die eine Männermannschaft in einer der fünf großen europäischen Ligen als Cheftrainerin führt. International gibt es nur vereinzelt vergleichbare Fälle in der jüngeren Vergangenheit; der Klub hob die Bedeutung dieses Schritts für die eigene Personalpolitik hervor.