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US-Abgeordneter Eric Swalwell kündigt Rücktritt nach Vorwürfen sexueller Übergriffe an

Der kalifornische Demokrat legt sein Mandat nieder, nachdem mehrere Frauen ihn sexueller Übergriffe und unerwünschter Nachrichten beschuldigt hatten und das House Ethics Committee eine Untersuchung einleitete.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: US-Abgeordneter Eric Swalwell kündigt Rücktritt nach Vorwürfen sexueller Übergriffe an
Swalwell kündigte seinen Rückzug aus dem Repräsentantenhaus an, nachdem die Ethikkommission Ermittlungen zu Vorwürfen gegen ihn begonnen hatte.

Nach Angaben des Abgeordneten Eric Swalwell teilte er am Montag mit, dass er sein Mandat im US-Repräsentantenhaus niederlegen werde. Die Ankündigung folgte mehreren Vorwürfen sexueller Übergriffe und unerwünschter Nachrichten durch Frauen, darunter eine frühere Mitarbeiterin, und kam einen Tag, nachdem er seinen Gouverneurswahlkampf in Kalifornien ausgesetzt hatte.

Im Mittelpunkt der Entwicklung steht die Entscheidung des House Ethics Committee, eine Untersuchung gegen Swalwell einzuleiten. Der bipartisan besetzte Ausschuss will prüfen, ob der Abgeordnete sich sexueller Übergriffe schuldig gemacht hat, einschließlich Anschuldigungen, die eine ihm unterstellte Mitarbeiterin betreffen. Die Untersuchungsankündigung hatte den Druck auf Swalwell deutlich erhöht und die Forderungen nach seinem Rücktritt verstärkt.

Nach dem Schritt räumte Swalwell Fehler in seinem Verhalten ein und erklärte, er übernehme Verantwortung für Fehlurteile aus der Vergangenheit. Zugleich kritisierte er eine sofortige Ausweisung ohne Verfahren als problematisch und sagte, er werde sich gegen eine unzutreffende Anschuldigung verteidigen. Er betonte, die anhaltende Aufmerksamkeit für die Vorwürfe beeinträchtige seine Fähigkeit, die Aufgaben gegenüber den Wählern ordnungsgemäß zu erfüllen, weshalb er sich zum Rückzug entschlossen habe.

Zugleich hatten regionale und nationale Medien über die Vorwürfe berichtet. Ein Artikel des San Francisco Chronicle schilderte, eine frühere Mitarbeiterin habe Swalwell zweimal sexuell angegriffen. Weitere Berichte, darunter von CNN, nannten zusätzliche Anschuldigungen, darunter unerwünschte explizite Nachrichten an drei Frauen. Unmittelbar nach der Veröffentlichung forderten Abgeordnete beider Parteien, Swalwell solle zurücktreten oder einem Ausweisungsverfahren gegenüberstehen.

Daneben hat Swallews Rückzug unmittelbare politische Folgen in Kalifornien und im Kongress. In Umfragen galt er als knapper Spitzenreiter im Rennen um die Nachfolge des Gouverneurs von Kalifornien; sein Ausstieg verändert die Dynamik in dem stark demokratisch geprägten Bundesstaat. Im Repräsentantenhaus lenkt die Erklärung die Aufmerksamkeit auf den Umgang mit Anschuldigungen gegen Mandatsträger und auf die Folgen interner Ermittlungen für die parlamentarische Arbeit.

Inzwischen bleibt unklar, wie schnell sein Rücktritt vollzogen wird und welche Auswirkungen dies kurzfristig auf die Arbeit seiner Fraktionen haben wird. Die Entscheidung markiert einen Wendepunkt in der politischen Laufbahn des Abgeordneten und setzt einen Präzedenzfall für den Umgang mit vergleichbaren Vorwürfen gegen Amtsträger.