US-Konsum steigt im Dezember kräftig – PCE-Preise legen um 0,4% zu
Im Dezember zogen die Konsumausgaben in den USA an, während der PCE-Preisindex und der Kernindex jeweils um 0,4 Prozent zulegten.
- Die persönlichen Konsumausgaben (PCE) stiegen im Dezember um 91,0 Milliarden Dollar beziehungsweise 0,4 Prozent.
- Das persönliche Einkommen erhöhte sich um 86,2 Milliarden Dollar (0,3 Prozent), das verfügbare Einkommen um 75,7 Milliarden Dollar (0,3 Prozent).
- Der PCE-Preisindex stieg im Dezember um 0,4 Prozent; ohne Lebensmittel und Energie lag das Plus ebenfalls bei 0,4 Prozent.
- Die Sparquote lag im Dezember bei 3,6 Prozent; real stiegen die Konsumausgaben um 0,1 Prozent.
Die US-Konsumnachfrage hat im Dezember 2025 spürbar angezogen. Nach Angaben des U.S. Bureau of Economic Analysis (BEA) stiegen die persönlichen Konsumausgaben (Personal Consumption Expenditures, PCE) im Monatsvergleich um 91,0 Milliarden Dollar, was einem Zuwachs von 0,4 Prozent entspricht. Gleichzeitig legte das persönliche Einkommen um 86,2 Milliarden Dollar (0,3 Prozent) zu; das verfügbare persönliche Einkommen (Disposable Personal Income) stieg um 75,7 Milliarden Dollar (0,3 Prozent).
Die nominale PCE-Entwicklung speiste sich vor allem aus höheren Ausgaben für Dienstleistungen. Das BEA weist für Dezember einen Zuwachs der Dienstleistungsausgaben um 98,5 Milliarden Dollar aus, während die Ausgaben für Güter um 7,5 Milliarden Dollar zurückgingen. In der Inflationsbereinigung zeigt sich ein deutlich schwächeres Bild: Real stiegen die Konsumausgaben um 11,5 Milliarden Dollar beziehungsweise 0,1 Prozent. Das ist ein Hinweis darauf, dass ein relevanter Teil des nominalen Anstiegs preisbedingt war.
Beim Preisauftrieb meldet das BEA für Dezember einen Anstieg des PCE-Preisindex um 0,4 Prozent gegenüber dem Vormonat. Der Kernindex ohne Lebensmittel und Energie stieg ebenfalls um 0,4 Prozent. Auf Jahressicht lag der PCE-Preisindex bei plus 2,9 Prozent, der Kernindex bei plus 3,0 Prozent. Diese Kennzahlen sind für die Geldpolitik besonders relevant, weil der PCE-Index in den USA als zentrale Inflationsmessgröße gilt und sich methodisch von der Verbraucherpreisstatistik unterscheidet.
Auf der Einkommensseite nennt das BEA als einen Treiber höhere Transferzahlungen. In den Details wird unter anderem ein Anstieg der staatlichen Transferleistungen im Zusammenhang mit einer Schadensregulierung rund um die Waldbrände auf Maui (2023) sowie höhere Medicare‑Zahlungen an Haushalte erwähnt. Solche Einmaleffekte können Monatswerte sichtbar bewegen und sind für die Interpretation wichtig, weil sie nicht zwingend eine dauerhafte Einkommensdynamik abbilden.
Die private Sparbildung blieb unterdessen vergleichsweise niedrig: Die persönliche Ersparnis lag im Dezember bei 830,8 Milliarden Dollar, die Sparquote bei 3,6 Prozent des verfügbaren Einkommens. In Kombination mit steigenden Preisen und einem nur moderaten realen Konsumplus unterstreicht das, dass die Kaufkraftlage und die Finanzierung des Konsums weiterhin eng beobachtet werden. Für die kommenden Monate wird entscheidend sein, ob sich reale Zuwächse beim Einkommen verstetigen und ob der monatliche Preisauftrieb im PCE-Index wieder abflacht.